
Das hohe Niveau der heutigen Arzneitherapie ist ohne eine differenzierte Pflanzenkenntnis, wie es sie von alters her in allen Kulturen gibt, nicht denkbar. Ebenso wäre ohne die Entdeckung der unterschiedlichen Metalle und dem mühsam erlernten Umgang mit ihnen die Konstruktion zum Beispiel eines chirurgischen Instruments oder eines künstlichen Hüftgelenkes nicht möglich geworden.
Gemäß Zielsetzung und Verfahrensweise der FLL wurde 2009 ein interdisziplinär besetzter Arbeitskreis gegründet, der aus Sicht der medizinisch-therapeutischen Berufsgruppen, der gärtnerischen Berufsgruppen und sonstigen mit dem Thema „Garten und Therapie“ befassten Personen und Institutionen versucht hat, die Thematik ‚Therapiegärten‘ bei gleichzeitiger Berücksichtigung individueller Bedürfnisse kranker Menschen zu erarbeiten. Die Einbindung der medizinisch-therapeutischen Berufsgruppen zusätzlich zu den gärtnerischen Berufsgruppen ist ein besonderer Anspruch der FLL.
Zielrichtung der Thematik „Garten und Therapie“ ist es nicht, Therapeutisches aus dem Garten zu holen, sondern die Nutzung des Gartens als Erweiterung des für die Behandlung zur Verfügung stehenden Instrumentariums zu betrachten.
Im ersten Schritt wird der Fachbericht "Garten und Therapie" veröffentlicht, der weder eine kostenintensive neue Therapierichtung, noch einen kostenintensiven neuen Gartentyp definiert , sondern vorhandenes Wissen integriert (moderne Wissenschaft ist vielfach Integration vorhandenen Wissens!) und einen neuen Ansatz beschreibt:
Im Kern geht es darum, vorhandene Möglichkeiten verschiedener Sparten zum Wohle der Patienten (und deren Angehörigen) miteinander in Verbindung zu bringen, um sie koordiniert einsetzen zu können. Die Betrachtung des Komplexes „Krankheit-Symptom-Therapie“ steht dabei im Fokus.

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