AK Garten und Therapie

Gremienhintergrund/-ziel

Die FLL bearbeitet seit Juni 2009 in einem neuen Arbeitskreis das Thema „Garten und Therapie“. Die Thematik ist auf großes Interesse gestoßen.

Um sich normativen Anforderungen zu diesem Thema zu nähern, kann nicht mit dem verbreiteten Begriff der „Gesundheit“ gearbeitet werden, da dieser für die FLL regelwerkstechnisch nicht umzusetzen ist. Stattdessen müssen die Symptome von Krankheiten definiert werden, die durch spezifische gartentherapeutische Maßnahmen positiv zu beeinflussen sind. Aus diesem Grund wurden fünf Arbeitsgruppen gebildet, die erarbeiten welche Symptome überhaupt in diesen Zusammenhängen zu beeinflussen sind.

  • AG 1 „Neuropsychiatrie“
  • AG 2 „Psychiatrie“ (inkl. Maßregelvollzug (Forensik))
  • AG 3 „Rehabilitation für beweglichere Patienten (Physio-/Ergotherapie)“
  • AG 4  „Demenzforschung“
  • AG 5  „Literaturrecherche“

Erste Ergebnisse zeigen, dass es gute Möglichkeiten gibt zu definieren, welche Lösungsmöglichkeiten der Gartenplaner für therapeutische Anforderungen der unterschiedlichen medizinischen Fachrichtungen hat und welche Erweiterung die Therapie durch Gärten bzw. Gartentherapie erfährt.

Im nächsten Schritt sollen die Ergebnisse dann dargestellt werden, um herauszuarbeiten, welche normativen Anforderungen zu definieren sind und in welchen Bereichen auf dieser normativen Basis eine Individualisierung von Garten und Therapie erfolgen muss.

Ende 2010 soll ein informativer Fachbericht erscheinen, der einen ersten Leitfaden bzw. eine Richtschnur für ein späteres Regelwerk bilden soll. Konkret soll er eine nachhaltige Qualitätssicherung von Therapiegärten, für das Umfeld von (Reha-)Kliniken sowie für geschlossene Abteilungen (Forensik) bewirken. Außerdem soll er auch als wichtige Grundlage für Senioren gerechte Freiraumplanung im Umfeld von Seniorenheimen verwendbar sein. Der Fachbericht könnte wie folgt strukturiert sein (Arbeitsgliederung):

  1. Allgemeine Darstellung der Disziplinen (AG1-AG4)
  2. Begrifflichkeiten – worüber wird geredet?
  3. Spezifische Potentiale und Anforderungen der Disziplinen an den Garten
  4. Spezifische Beiträge der Gärten je Therapie (planerische Anforderungen)
  5. Zusammenfassung in tabellarischer Gegenüberstellung

Wenn dies gelingt ist die Fortschreibung des informativen Fachberichtes als normatives Regelwerk geplant. Eine Fortschreibung als normatives Regelwerk muss dabei selbstverständlich sowohl den individuellen Ansprüchen der Patienten, als auch den spezifischen Anforderungen der verschiedenen Therapien gerecht werden.

Gremienleitung

Prof. Dr. med. Werner Ischebeck

Ansprechpartner FLL-Präsidium

Dr. Karl-Heinz Kerstjens

Ansprechpartner FLL-Geschäftsstelle

Christian Schulze-Ardey

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