FLL-Verbändegespräch 2009

Die Runde von Vertretern der derzeit 31 FLL-Mitgliedsverbände, die sich am 13. Oktober 2009 beim Zentralverband Gartenbau in Bonn traf, ist sich einig: Im Schwerpunkt soll die FLL die für die Grüne Branche so wichtigen Regelwerke erstellen und fortschreiben, aber auch weiterhin als fachübergreifendes Diskussionsforum agieren und wichtige Dienstleistungen fortführen.

Neben der Information über die vergangene Arbeit der FLL sowie geplante Aktivitäten und Neuausrichtungen steht beim FLL-Verbändegespräch insbesondere der fachliche Austausch mit den Mitgliedsverbänden im Vordergrund. Alle zwei Jahre werden Themen angesprochen, die die Berufs- und Fachverbände fachübergreifend betreffen.
FLL-Präsident Dr. Karl-Heinz Kerstjens freute sich über die Anwesenheit vieler Vertreter der FLL-Mitgliedsverbände. Nach dem letzten Gespräch im Jahr 2007 war der Bedarf bei allen Anwesenden groß, über Gegenwart und zukünftige Ausrichtung sowie Themen der FLL zu diskutieren.
Dr. Kerstjens informierte über Regelwerksarbeit und Fachveranstaltungen, und beschrieb das große Interesse vieler Experten am Thema Garten und Therapie, das die FLL seit dem letzten Verbändegespräch aktiv weiter verfolgt hat.
Aber auch auf  neue Vertriebskooperationen mit verschiedenen renommierten Verlagen und anderen Vertriebspartnern wies er hin, die seit etwa einem halben Jahr angestoßen worden sind. Weiterhin hob er das 2. Forschungsforum Landschaft hervor, das Anfang Februar 2010 in Veitshöchheim die Ausgestaltung eines Forschungsnetzwerkes für Landschaftsentwicklung, Landschaftsbau weiter voran bringen will. Nach dem erfolgreichen Start in 2007 wollen sich auch die FLL Mitgliedsverbände daran wieder intensiv beteiligen.

Neben der Darstellung der Arbeit der FLL ergab sich als ein weiterer Themenschwerpunkt eine z. T kontrovers geführte Diskussion über Sachverständigenaus- und -fortbildung. Dabei wurden einzelne Aspekte diskutiert wie

  • bereits existierende Aus- und Fortbildungsangebote;
  • der Bedarf an Sachverständigen;
  • eine bestehende Vielfalt an Bestellungsinstitutionen;
  • unterschiedliche Anforderungen an Ausbildung und Kenntnisse von Sachverständigen;
  • Veränderung von Bestellungsgebieten.

Die FLL wurde in diesem Zusammenhang gebeten, die fachlich Betroffenen zu einem Gespräch miteinander an einem „Runden Tisch“ einzuladen.

Zum Thema Europäische Normung z.B. bei der geplanten europäischen System- Dachbegrünungsrichtlinie wurde intensiv über damit verbundene Vorteile, aber auch hohe Kosten diskutiert. Im Ergebnis wurde die FLL gebeten, sich nach Möglichkeit an der Europäischen Normung zu beteiligen, um auf die Einhaltung ihrer Standards zu drängen.
Zunehmend werden die Ergebnisse der FLL-Regelwerksarbeit auch im europäischen Rahmen wahrgenommen, diskutiert und angewendet bzw. übernommen. Die FLL hat bereits mehrere Regelwerke in andere Sprachen übersetzen lassen und beobachtet eine rege Nachfrage von dort.

Ein angeregter fachlicher Austausch ergab sich zum Thema BUGA/LAGA, der in Richtung Innenstadtbegrünung fortgeführt wurde. Immer wieder wurde die Bedeutung einer größtmöglichen Vielfalt von innerstädtischem Grün betont. Ein wichtiger Diskussionsteil war die Berücksichtigung gartendenkmalpflegerischer Gesichtspunkte bei Gartenschauen, die bereits bei Wettbewerbsausschreibungen berücksichtigt werden müssten. Zu diesem Thema wurde weiterer Gesprächsbedarf zwischen betroffenen Fachleuten signalisiert.

FLL-Präsident Dr. Kerstjens versprach abschließend, dass die FLL ihre Rolle als fachliches Bindeglied gern weiter wahrnehmen und ausbauen werde. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung des gezielten Miteinanders aller Verbände, um in der Öffentlichkeit mehr Gewicht für das Grün zu erreichen.

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