RWA Übergangsbereich Fassadensockel / Freiraum

Gremienhintergrund/-ziel

Auf der Basis der Richtlinie Fassadensockelputz / Außenanlagen (Richtlinie für die fachgerechte Planung und Ausführung des Fassadensockelputzes sowie des Anschlusses der Außenanlage, (Hrsg. Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg und Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V.) hat im April 2007 ein neuer FLL-RWA die Bearbeitung von FLL-„Empfehlungen für die Planung, Bau und Instandhaltung von Übergangsbereichen Freiflächen / Gebäuden“ (Arbeitstitel) als bundesweit geltende FLL-Empfehlungen begonnen.

Der Geltungsbereich umfasste die fachgerechte Planung und Ausführung des Fassadensockels sowie des Anschlusses der Außenanlagen, d. h. der für viele Gewerke sensiblen Schnittsstelle Fassadensockelputz / Außenanlagen an abgedichteten Gebäuden. Die Abdichtung im Erdreich, die Lichtschächte, der Fassadensockel und die Fassade sind Teile des Gebäudes. Die fachgerechte Ausführung, Materialauswahl etc. sind daher fachlich dem Hochbau zuzuordnen. Dazu gehört auch, dass diese Bauteile fachgerecht durch geeignete Maßnahmen bzw. Bauweisen vor den zu erwartenden (Umwelt-) Einflüssen geschützt werden.

Durch die Tätigkeit des Garten- und Landschaftsbaus darf die fachgerecht erstellte und geschützte Außenhaut des Gebäudes nicht gefährdet werden. Je nach Art und Ausführung der erdberührten Gebäudeteile sind bei der Ausführung der landschaftsgärtnerischen Gewerke zum Schutz des Gebäudes in diesem Bereich besondere Bauweisen und individuelle Ausführungsdetails vorzusehen.

Aufbauend auf der fachgerechten Bauwerksabdichtung fokussiert das neue Regelwerk also den Bereich, in dem die Außenwandkonstruktion gleichmäßig nach oben und unten weitergeht sowie die seitlich angrenzende Freifläche, also die Außenwandkonstruktion sowohl oberhalb als auch unterhalb der Geländelinie in vertikaler Ausrichtung sowie die Freiflächenanschluss in horizontaler, soweit diese den Sockelbereich beeinflussen.

Die Schnittstelle zwischen dem Baugewerbe und dem Garten- und Landschaftsbau ist hierbei von großer Bedeutung. Um eine bundesweite Akzeptanz durch die betroffenen Fachkreise zu erreichen und weitere Aspekte aufzugreifen, will die FLL die Bearbeitung und Veröffentlichung der Richtlinie auf Bundesebene realisieren. Geplant ist ein bundesweit greifendes, mit allen betroffenen Fachkreisen und aktuellen technischen Vorgaben abgestimmtes völlig neues Regelwerk, das sich nicht nur auf Putz beschränkt, sondern in dem alle wesentlichen Fassadenkonstruktionsformen und Freiflächentypen unter Einbezug der neuen DIN 19318 berücksichtigt werden.

Die voraussichtlich Ende 2010 erscheinende Empfehlung richtet sich an Planer und Ausführungsbetriebe des Hoch-/Tiefbaus und Garten- und Landschaftsbaus und soll diesen mittels schriftlicher und grafischer Lösungsvorschläge für die verschiedenen Anschlusssituationen als Hilfestellung dienen, um zukünftig Sockelschäden zu vermeiden.

Gremienleitung

Prof. Dr. Mehdi Mahabadi

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Prof. Dr. Mehdi Mahabadi

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