II. Fachkategorie „Bäume und Gehölze“

In dieser Gremienkategorie sind aktuell acht Gremien mit fachlichem Bezug zum Thema "Bäume und Gehölze" zusammengefasst.

Abkürzungen:

Regelwerksausschuss (RWA)
Arbeitskreis (AK )
Arbeitsgruppe (AG)
Gesprächskreis (GK)

Gremien:

Artenschutz/Baumkontrolle+Baumpflege (AK)

Gremienhintergrund/-ziel

Für Baumpflege und Baumkontrollen hat der Artenschutz durch gesetzliche Vorgaben des BNatSchG eine hohe Bedeutung. Viele Baumpfleger und Baumkontrolleure sind derzeit verunsichert, wie sie mit dem Thema umgehen sollen. Für die tägliche Praxis gilt es, Lebensstätten zu erhalten, das Erkennen von Habitatbäumen zu erleichtern und die Durchführung von Maßnahmen anzuleiten. Eine enge Abstimmung zwischen Naturschutz und Baumpflege/Baumkontrolle ist dabei unabdingbar.

Inzwischen haben sich viele Fachleute intensiv mit der Thematik befasst und Erfahrungen gesammelt. In einem DBU-Forschungsprojekt hat die Stadt Frankfurt mit dem Institut für Tierökologie und Naturforschung einen Leitfaden zum Thema „Höhlenbäume – Erhalt eines wertvollen Lebensraumes in Parks und Stadtwäldern unter Berücksichtigung der Verkehrssicherung“ erarbeitet. Die FLL war frühzeitig über einen Fachbeirat in die Bearbeitung eingebunden. Hier wurde der Wunsch geäußert, dass sie die Ergebnisse des Forschungsvorhabens aufgreifen, diese um weitere Aspekte erweitern sowie entsprechende Hilfestellungen für die Praxis auf das Bundesgebiet übertragen solle. Diesem Anliegen haben sich verschiedene FLL-Mitgliedsverbände angeschlossen.

Das FLL-Präsidium hat vor diesem Hintergrund beschlossen, die Thematik in einem Fachbericht aufzugreifen, der durch einen neuen Arbeitskreis „Artenschutz – Baumpflege/Baumkontrollen“ bearbeitet werden soll.

Im Juni 2013 wurde dieser Arbeitskreis (AK) neu konstituiert und trifft sich seitdem in regelmäßigen Abständen.

Gremienleitung:

Marko Wäldchen

Gremienpublikationen:

informativer Fachbericht in Bearbeitung

Ansprechpartner FLL-Präsidium 

Dieter Fuchs

Ansprechpartnerin FLL-Geschäftsstelle

Tanja Büttner

Baumpflanzungen (RWA) + (AK)

Gremienhintergrund/-ziel

Die wichtigsten Grundlagen zur fachgerechten Baumpflanzung liefert DIN 18916 „Pflanzen und Pflanzarbeiten“. Im innerstädtischen Raum sind aufgrund der häufig ungünstigen Standortbedingungen besondere Maßnahmen notwendig, um Bäumen ausreichende Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Mit Blick auf die langen Zeiträume der Baumentwicklung und die Kosten von Baumpflanzung und Baumpflege ist es von Bedeutung, dass Bäume fachgerecht kultiviert, gepflanzt und gepflegt werden.

Die „Empfehlungen für Baumpflanzungen“ geben Hinweise und definieren Anforderungen, die über die Angaben der DIN hinausgehen. Dazu gehören z. B. die Empfehlungen zum zeitlichen Ablauf und zu Maßnahmen zur Entwicklungs- und Unterhaltungspflege in der Jugendphase (Teil 1) sowie die Mindestanforderungen an Bauweisen und Substrate (Teil 2).

Der umfangreich überarbeitete Teil 1 der Empfehlungen wurde im Mai 2015 in Zusammenarbeit mit der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. (FGSV) veröffentlicht. Die Inhalte des Regelwerks wurden bei der Überarbeitung in der praktischen Anwendung überprüft und teilweise durch neue Erkenntnisse ergänzt und verbessert. Konkret wurden u. a. die Themen Düngung, Stammschutz, Baumverankerung sowie Angaben zur Entwicklungs- und Unterhaltungspflege inhaltlich geändert bzw. erweitert.

Der RWA wird von einem gemeinsamen FLL-FGSV-AK Baumpflanzungen begleitet. In diesem AK soll insbesondere das Thema Standortsanierung beraten und eine gemeinsame Veröffentlichung von FLL und FGSV erarbeitet werden. Das Thema Standortsanierung wurde zunächst unter Federführung der FGSV von einer Arbeitsgruppe vorbereitet. Inzwischen hat die Arbeitsgruppe ihre inhaltliche Arbeit aus Sicht des Straßenbaus abgeschlossen und einen Entwurf vorgelegt, welcher nun im April 2016 gemeinsam im AK beraten werden soll.

Gremienleitung:

Prof. Gilbert Lösken, Hannover

Gremienmitglieder:

Dr. Joachim Bauer (Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz GALK e. V.), Köln
Joern Benk (ISA Germany e. V.), Mülheim an der Ruhr
Peter Bott (Verband der Begrünungs-System Hersteller e. V. – VBSH), Bühl
Tom Braam (Deutsche Gesellschaft für Großbaumverpflanzung e. V. – DGG), Heideck
Dirk Clasen (Bund deutscher Baumschulen e. V.), Rellingen
Dipl.-Ing. Falk Dolze (Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. – BGL), Burgau-Limbach
Dipl.-Ing. Peter König (Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen e. V.), Kretz
Dipl.-Ing. (FH) Harald Kurkowski (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. – FGSV), Soest
Dr. Bernd Küster (Fachverband geprüfter Baumpfleger e. V.), Pegnitz
Dr. Jürgen Kutscheidt (AG Neue Baumpflege), Krefeld
Dipl.-Ing. Wolf Meyer-Ricks (Arbeitsgemeinschaft Garten-, Landschafts-, Sportplatzbau e. V. – AGS), Meerbusch
Dipl.-Ing. Stephan Muthig (Arbeitsgemeinschaft Garten-, Landschafts-, Sportplatzbau e. V. – AGS), Rösrath
Hans Rhiem (Qualitätsgemeinschaft Baumpflege und Baumsanierung e. V. – QBB), Ellerau
Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer, Geisenheim
Dr. Philipp Schönfeld, Veitshöchheim
Dipl.-Ing. Heinz Schomakers (Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. – BGL), Bad Honnef
Frank Sundermann (Bundesgütegemeinschaft Kompost e. V.), Altenberge
Peter Uehre, Münster (†)
Dipl.-Ing. Matthias Werner (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. – FGSV), Kiel
Dipl.-Ing. Leander Wilhelm (Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz GALK e. V.), München
Dipl. Forstwirt Barbara Wittmann, Leutershausen

 

Gremienpublikationen:

Empfehlungen für Baumpflanzungen – Teil 1:
Planung, Pflanzarbeiten, Pflege, normativ

1. Ausgabe 2005
2. Ausgabe 2015

Empfehlungen für Baumpflanzungen – Teil 2:
Standortvorbereitungen für Neupflanzungen; Pflanzgruben und Wurzelraumerweiterung, Bauweisen und Substrate, normativ

1. Ausgabe 2004
2. Ausgabe 2010

 

Ansprechpartner FLL-Präsidium 

Prof. Martin Thieme-Hack

Ansprechpartnerin FLL-Geschäftsstelle

Tanja Büttner

Baumpflege/Baumkontrollen (AK)

Gremienhintergrund/-ziel

Der AK begleitet und unterstützt die Arbeit der Regelwerksausschüsse ZTV-Baumpflege und Verkehrssicherung/ Baumkontrolle.
Mit Neu-Konstituierung des RWA „ZTV-Baumpflege“ 2013 brachte der AK zu Beginn der Überarbeitung der Ausgabe 2006 in einer gemeinsamen Sitzung, Anregungen und Vorschläge für die Aktualisierung der ZTV-Baumpflege ein.

Nach Abschluss des Einspruchsverfahrens wurden 2017 an sechs Sitzungstagen alle eingegangenen Stellungnahmen beraten. Der Weißdruck wurde im November 2017 veröffentlicht.

Gremienleitung

Dr. Hans-Joachim Schulz (beim Thema Baumkontrolle)
Prof. Dr. Dirk Dujesiefken (beim Thema ZTV-Baumpflege) 

Gremienmitglieder

Nikolaus Badum, Bamberg
Prof. Dr. Hartmut Balder, Berlin
Dr. Joachim Bauer, Köln
Dipl.-Ing. Heiner Baumgarten, Hamburg
Ralf Bösing, Rhede
Dipl.-Ing. Jochen Brehm, Königs-Wusterhausen
Frank Briese, Kreuztal
Erk Brudi, Gauting
Andreas Detter, Gauting
Prof. Dr. Dirk Dujesiefken, Hamburg
Bernd A. Fischer, Wetter
Philipp Funck, Schwalmstadt
Elke B. Gronek, Borsdorf
Prof. Dr. Franz Gruber, Göttingen
Carsten Henselek, Berlin
Karl-Hein Heydhausen, Nettetal
Jörg Hirzmann, Bad Nauheim
Stephan Itner, Altenberge
Prof. Dr. Rolf Kehr, Göttingen
Peter Klug, Bad Boll
Bernd Knoblich, Zschepplin
Dr. Jürgen Kutscheidt, Krefeld
Dipl.-Ing. Rolf Lambrecht, Bergisch Gladbach
Dieter Lappen, Nettetal
Dr. Georges Lesnino, Vierkirchen
Thomas Ludwig, Morsbach
Dipl.-Ing. Wolf Meyer-Ricks, Meerbusch
Dipl.-Forstwirt Peter Nembach, Würzburg
Dipl.-Forstwirtin Kirstin Nieland, Bochum
Jochen A. Pfisterer, Baden-Baden
Detlef Post, Fürth
Hermann Reinartz, Köln
Frank Rinn, Heidelberg
Prof. Dr. Andreas Roloff, Dresden
Prof. Dr. Steffen Rust, Göttingen
Tanja Sachs, Pfedelbach
Sascha Schlug, Bonn
Dipl.-Ing. Ralf Semmler, Falkensee
Thomas Sinn, Bad Vilbel
Prof. Dr. Hanns-Christof Spatz, Freiburg
Peter Susewind, CH-Jona
Hartmut Tiedt, Bad Harzburg
Prof. Dr. Ulrich Weihs, Göttingen
Dr. Henrik Weiß, Dresden
Dr.-Ing. Lothar Wessolly, Stuttgart

Ansprechpartner FLL-Präsidium

Dieter Fuchs, Gerald Jungjohann

Ansprechpartnerin FLL-Geschäftsstelle

Tanja Büttner

Gehölzpflanzungen (RWA)

Gremienhintergrund/-ziel:

Im Jahre 1990 wurden die „Grundsätze für die funktionsgerechte Planung, Anlage und Pflege von Gehölzpflanzungen“ erstmals als FLL-Regelwerk zusammengefasst und veröffentlicht. Die letzte Überarbeitung stammt aus dem Jahre 1999 und wurde als „Leitfaden für die Planung, Ausführung und Pflege von funktionsgerechten Gehölzpflanzungen im besiedelten Bereich“ veröffentlicht.

Dies hat das FLL-Präsidium dazu veranlasst, den RWA „Gehölzpflanzungen“ für die anstehende Überarbeitung der Ausgabe 1999 neu zu konstituieren. Ziel ist es, die Inhalte des Leitfadens zu überarbeiten und durch neue Erkenntnisse zu erweitern. Dabei sollen insbesondere Kostenaspekte ergänzt und die Gehölzlisten übersichtlicher gestaltet werden. Aufbauend auf bereits bestehenden Forschungsergebnissen sollen im Zuge der weiteren Bearbeitung nach und nach zu wesentlichen Funktionen neue Planungshilfen formuliert werden. Hierfür wurden spezielle Versuchsanstellungen geplant und erste Flächen bepflanzt.

Im Juli 2013 wurde der RWA „Gehölzpflanzungen“ neu konstituiert und trifft sich seitdem in regelmäßigen Abständen unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Ing. Swantje Duthweiler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.

Gremienleitung

Prof. Dr. Ing. Swantje Duthweiler

Ansprechpartner FLL-Präsidium  

Christoph Dirksen

Ansprechpartnerin FLL-Geschäftsstelle   

Alice Stahl

Gremienpublikationen:

Leitfaden für die Planung, Ausführung und Pflege von funktionsgerechten Gehölzpflanzungen im besiedelten Bereich (Ausgabe 1999)

Frühere Ausgabe: 1990

Gehölzwertermittlung (RWA)

Gremienhintergrund/-ziel

Grünflächen sind sowohl bei der Anlage als auch der Pflege bauliche Leistungen, die Geld kosten. Deshalb besitzt Schutz- und Gestaltungsgrün außer dem ideellen Wert auch einen Geldwert. Dieser muss in zahlreichen Situationen konkret festgestellt werden. Die „Richtlinie für die Wertermittlung für Schutz- und Gestaltungsgrün“ definiert Fachbegriffe, erläutert die wichtigsten Wertermittlungsmethoden und gilt insbesondere für die Wertermittlung von Bäumen, Sträuchern, Hecken, Bodendeckern, Kletterpflanzen und ganzen Garten-, Park- und sonstigen Grünanlagen in Fällen von Schadensersatz, Enteignungsentschädigung und bei analogen Anwendungen (z. B. sonstige Verkehrswertermittlungen. Im Anhang befinden sich umfangreiche Richtwerte und Rechenbeispiele zur sachgerechten Wertermittlung von Schutz- und Gestaltungsgrün.

In erster Linie richtet sie sich an Juristen und Gutachter, für die die vorliegenden Wertetabellen als Grundlage zur monetären Bemessung von Schadensfällen dienen sollen. Aber auch für Kommunen, Versicherungsgesellschaften oder private Baumbesitzer kann die Richtlinie bei Streit- oder Schadensfragen eine dienliche Hilfe darstellen.

Die Richtlinie muss aktualisiert werden und wurde deswegen vom Markt zurückgezogen.

Nachdem die Überarbeitung in den letzten Jahren zurückgestellt wurde, hat der RWA im April 2015 seine Arbeit wieder aufgenommen.

Gremienleitung

Dr. Hans-Joachim Schulz

Gremienpublikationen:

  • Richtlinie für die Wertermittlung von Schutz- und Gestaltungsgrün, normativ Ausgabe 2002, derzeit in Überarbeitung
  • Vordruck A: „Wertermittlung nach FLL-Richtlinie – Methode Koch“, 2005
    (nicht mehr Lieferbar)
  • Vordruck B: „Teil- oder Totalschadensberechnung“, 2005
    (nicht mehr Lieferbar)
  • SuGprog – Schutz- und Gestaltungsgrün Programm: Software zur Wertermittlung und Total- bzw. Teilschadensberechnung, 2005, aktualisiert 2009 (Vertrieb eingestellt)

Ansprechpartner FLL-Präsidium

Dieter Fuchs

Ansprechpartner FLL-Geschäftsstelle

Tanja Büttner

Verkehrssicherung/Baumkontrollen II (RWA)

Gremienhintergrund/-ziel

Bäume verbessern als Alleen, Einzelbäume oder Baumgruppen mit ihren vielfältigen Funktionen unseren Lebensraum. Als „Lebewesen“, die Jahrzehnte und Jahrunderte an einen Standort gebunden sind, haben sie eine Fülle von Überlebensstrategien entwickelt, die eine natürliche Verkehrsicherheit unterstützen. Durch viele verschiedene Umwelteinflüsse werden jedoch vor allem Stadtbäume stark beansprucht und ggf. gefährdet. Dadurch können sie, z. B. durch abbrechende Äste oder durch ihr Umstürzen, zur Gefahr werden. Um die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten und Schäden durch Bäume an Personen oder Sachen zu verhindern, sind regelmäßige Kontrollen und in Zweifelsfällen ggf. auch weitergehende Untersuchungen notwendig.

Der fachliche Erkenntnisgewinn zur Baumkontrolle und -pflege hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Diese Entwicklung machte es möglich, dass erstmals mit der FLL-Baumkontrollrichtlinie im Jahr 2004 das Anforderungsprofil der Baumkontrolle (Regelkontrolle) normiert werden konnten. Bereits diese 1. Ausgabe der Baumkontrollrichtlinie ist auf große Zustimmung gestoßen und war nach kurzer Zeit Grundlage der Regelkontrolle in vielen Kommunen. Mittlerweile liegen erste Urteile vor, die die Richtlinie (Ausgabe 2004) dem aktuellen Stand der Technik der Baumkontrolle zuordnen. 2010 ist die 2. Aktualisierte Ausgabe der „Baumkontrollrichtlinien“ erschienen. Außerdem gibt es heute rund 2.100 FLL-Zertifizierte Baumkontrolleure, deren Fachwissen auf Basis des Richtlinieninhaltes testiert wurde.

In den letzten Jahren hat sich der RWA mit Unterstützung des AK „Baumpflege/Baumkontrollen“ intensiv mit dem Thema „Baumuntersuchungen“ befasst und aufbauend auf den „Baumkontrollrichtlinien“ ein neues Regelwerk erarbeitet. Die neuen „Baumuntersuchungsrichtlinien“ gelten für Bäume, die aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht kontrolliert und bei denen Auffälligkeiten bei der Regelkontrolle entdeckt wurden, welche weitere Untersuchungen erforderlich machen.

Gremienleitung

Dr. Hans-Joachim Schulz

Gremienmitglieder

Frank Bechstein (Qualitätsgemeinschaft Baumpflege und Baumsanierung e. V.), Kriftel
Gerd Bollmann (Qualitätsgemeinschaft Baumpflege und Baumsanierung e. V.), Ellerau
Ass. jur. Armin Braun (GVV-Kommunalversicherung), Köln
Dipl.-Ing. Wolfgang Groß (Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V.), Bad Honnef
Michael Hartmann (Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V.), Ellerau
Dipl.-Ing. Helmut Lange (Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz GALK e. V.), Heilbronn
Eiko Leitsch (Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V.), Nauheim
Dr. Christian Rabe (ISA Germany e. V.), Freiburg
Dr. Hans-Georg Scherer (Biologisch-Technische Überprüfung Baum e. V.), Göttingen
Dipl.-Biol. Michael Schlag (Sachverständigen-Arbeitsgemeinschaft Baumstatik e. V.), Köln
Bodo Siegert (Fachverband geprüfter Baumpfleger e. V.), Altdorf
Dipl.-Ing. Angelika Tiedtke-Crede (Arbeitsgemeinschaft Sachverständige Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V.), Hannover
Marko Wäldchen (AG Neue Baumpflege), Ulrichstein

Gremienpublikationen:

  1. Baumkontrollrichtlinien – Richtlinien für Regelkontrollen zur Überprüfung der Verkehrssicherheit von Bäumen, normativ
    Ausgabe 2004
    Ausgabe 2010

  2. Baumuntersuchungsrichtlinien – Richtlinien für eingehende Untersuchungen zur Überprüfungder Verkehrssicherheit von Bäumen; Ausgabe 2013

Ansprechpartner FLL-Präsidium

Dieter Fuchs

Ansprechpartnerin FLL-Geschäftsstelle

Tanja Büttner

ZTV-Baumpflege (RWA)

Gremienhintergrund/-ziel

Bereits vor 35 Jahren wurde der erste Entwurf der ZTV-Baumpflege – damals noch unter Federführung der Oberfinanzdirektion Stuttgart – erarbeitet. Dem Berufsstand wurde ein Regelwerk zur Verfügung gestellt, das Begriffe, aber auch Anforderungen an Leistungen und Baustoffe definiert und damit als Vertragsgrundlage für die Vergabe und Leistungsbeschreibung sowie als Hilfestellung für die Kontrolle der ausgeführten Leistungen und die Abrechnung dient.

Die Baumpflege, die sich bis dahin lediglich auf die Erfahrungen weniger Praktiker stützen konnte, erfuhr durch dieses Regelwerk eine enorme Förderung. 1987 wurde die „ZTV-Baumpflege“ erstmals von der FLL veröffentlicht. Weitere überarbeitete Ausgaben folgten 1993, 2001 und 2006.

Nach der Neukonstituierung im Januar 2013 hat der RWA-ZTV Baumpflege nun im Oktober 2017 die 6. Ausgabe veröffentlicht. 

Die aktuelle Ausgabe der ZTV-Baumpflege wurde inhaltlich stark überarbeitet. Neu aufgenommen bzw. detaillierter geregelt wurden z. B. die Jungbaumpflege, der Form sowie der Kopfbaumschnitt, Sofortmaßnahmen an geschädigten Baumkronen nach unvorhersehbaren Ereignissen (wie z. B. nach dem Sturmtief Ela 2014 in Nordrhein-Westfalen), aber auch der Abbau von Baumverankerungen und Stammschutzmaterialien an Jungbäumen. Als eigenständige Leistungen sind Kronenauslichtung, Kronenregenerationsschnitt sowie Kronensicherungsschnitt nicht mehr der Bestandteil der ZTV-Baumpflege. Weiterhin ist die Kronenverankerung nicht mehr in der ZTV-Baumpflege enthalten.

Gremienleitung

Prof. Dr. Dirk Dujesiefken

Gremienpublikationen:

ZTV-Baumpflege - Zusätzliche technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege (Ausgabe 2017)

Frühere Ausgaben: 1981; 1987; 1993; 2001; 2006;

Ansprechpartner FLL-Präsidium

Dieter Fuchs

Ansprechpartner FLL-Geschäftsstelle

Tanja Büttner

ZTV-Großbaumverpflanzung (RWA)

Gremienhintergrund/-ziel

Wenn ein gesunder Baum weichen muss, weil sein Standort anderweitig gebraucht wird, dauert es nur wenige Minuten, ihn abzusägen. Dass dieser Baum allerdings Jahrzehnte gebraucht hat, bevor er so positive Eigenschaften wie die Verbesserung des Kleinklimas, die Bindung von Feinstaub oder das Verschönern und Gestalten unserer Umwelt entwickeln konnte, wird in einem solchen Moment nicht bedacht.

Dabei ist es heute durch moderne Verpflanzverfahren und Maschinen möglich, selbst sehr große Bäume problemlos zu verpflanzen.

Allerdings erfordert das Verpflanzen von Großbäumen, die nicht aus regelmäßig verschulten Aufzuchtsbeständen stammen, besondere Maßnahmen insbesondere bei der Vorbereitung und der anschließenden Nachsorge. Diese gehen weit über das hinaus, was beim Pflanzen von Baumschulgehölzen notwendig ist. Darüber hinaus stammen die Bäume in den meisten Fällen aus Flächen des Auftraggebers.

Die Regelungen in der VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) und in den Landschaftsbaufachnormen reichen in diesen Fragen bei weitem nicht aus. Daher ist es notwendig, im Vertrag zusätzliche Vereinbarungen zu treffen. Die ZTV-Großbaumverpflanzung kann hier als Grundlage verwendet werden.

Der RWA ist derzeit nicht aktiv.

 

Gremienleitung

Prof. Martin Thieme-Hack

Gremienpublikationen:

ZTV - Großbaumverpflanzung - Zusätzliche technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für das Verpflanzen von Großbäumen und Großsträuchern, 2005

Ansprechpartner FLL-Präsidium

Prof. Martin Thieme-Hack

Ansprechpartner FLL-Geschäftsstelle

Tanja Büttner

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