X. Fachkategorie „Produktion/Gütebestimmungen"

In dieser Fachkategorie sind aktuell neun Gremien mit fachlichem Bezug zum Thema „Produktion/Gütebestimmungen“ zusammengefasst.

Abkürzungen:

Regelwerksausschuss (RWA)
Arbeitskreis (AK )
Arbeitsgruppe (AG)
Gesprächskreis (GK)

Es gehört zum grundsätzlichen Anspruch der FLL, den grünen Baustoff „Pflanze“ in unterschiedlichen Ausprägungen für die Grüne Branche zu sichern. Die Definition einer möglichst optimalen Qualität als Erleichterung und Hilfestellung der Vertragspartner bei Planung, Ausführung (und Abnahme) entspricht diesem Anspruch,   egal ob es sich um Baumschulpflanzen, Stauden oder Rasenmischungen handelt.

Zu allen drei Themen koordiniert die FLL daher schon seit vielen Jahren den fachlichen Austausch in Gremien und passt die entsprechenden Regelwerke den Dynamiken, welche insbesondere beim Thema Rasen-Saatgut jährlich relevant sind, für die betroffenen Fachkreise dem Stand der Technik an.

Gremien:

Bienenweide (AK)

Gremienhintergrund/-ziel

Die deutliche Verschlechterung der Lebensbedingungen der Honigbiene als bedeutendes Bestäubungsinsekt, aber auch ihrer wild lebenden Verwandten steht derzeit im Fokus der Öffentlichkeit. Diese lässt sich u. a. auf ein mangelndes Nahrungsangebot an Pollen und Nektar liefernden Blütenpflanzen sowie fehlende Nistmöglichkeiten zurückführen.

Bereits bei ihrem Treffen im Oktober 2014 haben sich die Gremienleiter einstimmig für die Erarbeitung eines bundesweit gültigen Fachberichts „Bienenweide“ ausgesprochen. Ziel ist eine gärtnerische Hilfestellung zur Verbesserung der Lebensraumbedingungen Blüten bestäubender Insekten, insbesondere der Honigbiene.
Das FLL-Präsidium hat die Einrichtung eines entsprechenden Arbeitskreises unter der Leitung von Frau Dr. Ingrid Illies, stellvertretende Leiterin des Fachzentrums Bienen der LWG Veitshöchheim, beschlossen, der im November 2015 konstituiert wurde.

Aktuell:

Internetauftritt des RWA Regel-Saatgut-Mischungen Rasen (RSM Rasen)
Internetauftritt des RWA Gebietseigenes Saatgut


Gremienleitung:

Dr. Ingrid Illies

Ansprechpartner FLL-Präsidium   

Dr. Karl-Heinz Kerstjens

Ansprechpartner FLL-Geschäftsstelle:

Sebastian Kramps

Gremienpublikationen:

Fachbericht seit November 2015 in Bearbeitung

Gebietseigenes Saatgut (RWA)

Gremienhintergrund/-ziel

Bei Begrünungen in der freien Natur besteht gemäß Bundesnaturschutzgesetz ein Genehmigungsvorbehalt gegen die Verwendung von Pflanzen gebietsfremder Arten (BNatSchG § 40 Abs. 4). Eine Ausnahme bildet der Anbau von Pflanzen in der Forst- und Landwirtschaft. Nach Ablauf einer Übergangsfrist bis 1. März 2020 wird diese Regelung verbindlich. Ziel der naturschutzrechtlichen Vorgabe ist der Schutz vor Florenverfälschung und die Erhaltung der Biologischen Vielfalt.

Mitte 2014 wurden zu diesen gesetzlichen Vorgaben erstmals die „Empfehlungen für Begrünungen mit gebietseigenem Saatgut“ veröffentlicht und regeln seitdem den Einsatz von gebietseigenem („autochthonem“) Saatgut in Form von Regiosaatgut (RSM REGIO) und außerdem den Einsatz von naturraumtreuem Saatgut oder Diasporengemischen z. B. in Form von Mäh- und Druschgutübertrag.

Gebietseigenes Saatgut basiert auf der Verwendung von Wildformen aus definierten Herkunftsgebieten. Dies können Naturräume sein (naturraumtreues Saatgut) oder die 22 Ursprungsgebiete für Regiosaatgut. Die Grundlage für Regiosaatgut bildet das an der Leibniz-Universität Hannover aufgestellte Regiosaatgut- und Regiopflanzgutkonzept mit seinen 22 Ursprungsgebieten und definierten Auswahlkriterien für die zu verwendenden Wildpflanzenarten (s. www.regionalisierte-pflanzenproduktion.de).

Die Einteilung der 22 Ursprungsgebiete ist als Grundlage in der Erhaltungsmischungsverordnung (ErMiV 2012) des BMELV verankert.

Bei Regiosaatgut ist in den verschiedenen Ursprungsgebieten jeweils die Verwendung von bestimmten Arten möglich, welche z. B. aufgrund ihrer Verbreitung dort positiv gelistet sind. Diese Positivlisten weichen in den unterschiedlichen Ursprungsgebieten voneinander ab. Die RSM REGIO berücksichtigen diese Differenzierung.

Aktuelles:

  • Internetauftritt des RWA Regel-Saatgut-Mischungen Rasen (RSM Rasen)
  • Internetauftritt des AK Bienenweiden

Literatur und Links:

Gremienleitung:

  • Dr. Frank Molder, (Fördererkreis Landschafts- und Sportplatzbauliche Forschung e.V., FLSF), Gunzenhausen

Gremienpublikationen:

Empfehlungen für Begrünungen mit gebietseigenem Saatgut, normativ, Ausgabe 2014

Ansprechpartner FLL-Präsidium   

Christoph Dirksen 

Ansprechpartner FLL-Geschäftsstelle:

Lea Nollen

Gütebestimmungen Stauden (RWA)

Gremienhintergrund/-ziel

Nach DIN 18916 „Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Pflanzen und Pflanzarbeiten“ müssen Stauden den FLL-Gütebestimmungen entsprechen. Diese definieren die einwandfreie Qualität, die dem Verwender bei fachgerechter Pflanzung und Pflege die art- bzw. sortenspezifische Entwicklung sichert. Darüber hinaus legen sie die Anforderungen an die Kennzeichnung und Verpackung fest. Abweichungen bedürfen der ausdrücklichen Vereinbarung.

Die Überarbeitung der letzten Ausgabe von 2004 wurde insbesondere erforderlich, da sich die gängige Praxis bei der Handhabung der Topfgrößen geändert hat. Wurden in der Vergangenheit häufig kleinere Topfgrößen verwandt, tendiert der Markt heute zu größeren Containern.

Die Handelsnomenklatur Stauden, Ausgabe 2011, Bund dt. Staudengärtner, wurde ebenso berücksichtigt, wie die Stärkung der Qualitätskriterien (Aushärtung der Triebe, Ausschluss überständiger Ware, etc.). Auch die exakte Abgrenzung vegetativ vermehrter Stauden zu deren Absaaten durch die Bezeichnung „S“ wie aus generativer Vermehrung, wurde in die neuen Gütebestimmungen eingearbeitet.

Die praktische Anwendung ist ein weiterer Schritt zur fortschreitenden Verbesserung der Qualitätssicherung in der Staudenproduktion.

Unter der Leitung von Joachim Trox hat das neukonstituierte Gremium die Gütebestimmungen zügig an aktuelle Neuerungen angepasst und seit Anfang Januar 2015 liegt nun die 4. aktualisierte Fassung vor.

Gremienleitung

Joachim Trox

Ansprechpartner FLL-Präsidium

Hartmut Weimann

Ansprechpartner FLL-Geschäftsstelle

Alice Stahl

Gremienpublikationen

Regel-Saatgut-Mischungen Rasen (RWA)

Gremienhintergrund/-ziel

Bereits seit 1978/1979 veröffentlicht die FLL die jährlich erfolgende Überarbeitung der „Regel-Saatgut-Mischungen Rasen (RSM Rasen)“ in ihrer Schriftenreihe und reagiert damit auf neue Anforderungen und Erkenntnisse aus der Praxis und die jährlich schwankenden Saatgutverfügbarkeiten nach der Jahresernte.

Um vermehrt auftretende Fehler und Unklarheiten bei Ausschreibungen von Saatgutmischungen nach RSM Rasen und Saatgutmischungen nach den Begrünungen mit gebietseigenem Saatgut (RSM Regio) möglichst zu unterbinden, hat der RWA „Regel-Saatgut-Mischungen Rasen“ neue Ausschreibungskriterien entwickelt, welche erstmals mit den neuen RSM Rasen 2016 veröffentlicht worden sind:

In diesen wird darauf hingewiesen, dass Regel-Saatgut-Mischungen (RSM Rasen) nicht für Begrünungen mit gebietseigenem („autochthonem“) Saatgut geeignet sind. Aufgrund ihrer funktional definierten, aber nicht nach Herkünften differenzierten Artengemische können die RSM Rasen nicht für gebietseigene Begrünungen verwendet werden (z. B. durch den einfachen Austausch der Zuchtsorten durch herkunftsgesicherte Wildformen). Dies würde auch dem Anspruch der RSM Rasen an qualitätsgesicherte Funktionsrasen für bestimmte Nutzungen (z. B. als Zier- oder Strapazierrasen) widersprechen.

Aktuell

Gremienleitung:

  • Dr. Harald Nonn

Gremienpublikationen:

  • Regel-Saatgut-Mischungen Rasen (RSM Rasen)
    mit Beiblatt Hinweise für die Ausschreibung von RSM Rasen und gebietseigenem Saatgut
    (Jährlich neu, Abonnement möglich)

  • Positionspapier Empfehlungen für Besondere Begrünungsverfahren
    (Kurz- und Langfassung, FLL-Jahresbericht 1997/98)

Ansprechpartner FLL-Präsidium

Prof. Martin Thieme-Hack

Ansprechpartner FLL-Geschäftsstelle

Lea Nollen

Staudenmischpflanzungen für trockene Freiflächen (Bund deutscher Staudengärtner)

Gremienhintergrund/-ziel

Die Staudenverwendung im öffentlichen Grün rückt nach Jahren geringer Beachtung zunehmend wieder in das Bewusstsein der Planungsabteilungen bei Grünflächenämtern und Gemeinden. Um diesen Trend zu unterstützen und der Verwendung von Stauden im öffentlichen Grün neue Impulse zu geben, wurden in den vergangenen Jahren an Lehr- und Versuchsanstalten, Schau- und Sichtungsgärten sowie Hochschulen Konzepte für Staudenmischungen mit ausdrucksstarken Pflanzenkombinationen entwickelt.

Diese neuen Pflanzkonzepte aus standortabgestimmten Artenkombinationen sind in ästhetischer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht anderen Vegetationsformen wie beispielsweise bodendeckenden Gehölzpflanzungen oder Rasenflächen überlegen. Durch ihre wechselnden jahreszeitlichen Aspekte und den naturnahen Charakter steigern sie den Erlebniswert im öffentlichen Raum. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Staudenpflanzungen in der Bevölkerung beliebt sind und respektiert werden. Darüber hinaus lassen sie sich bewusst als grüner Imageträger von Gemeinden einsetzen. Das verbreitete Vorurteil, Stauden seien für die Verwendung im öffentlichen Grün zu empfindlich, zu pflegeaufwändig und zu kompliziert in der Planung und Umsetzung, gilt mit den heute zur Verfügung stehenden Konzepten nicht mehr.

Die Staudenmischungen für trockene Standorte führen zu einer starken Vereinfachung der Planungsarbeit und bieten eine hohe Anwendungssicherheit. Spezifische Pflegeempfehlungen helfen dabei, den Erhalt der Pflanzungen dauerhaft zu sichern. Staudenmischpflanzungen stellen somit für die Grünflächenämter eine Möglichkeit dar, mit geringem Pflegeaufwand ästhetisch anspruchsvolle und dauerhafte Pflanzungen zu realisieren.

Dennoch erfordert die Vielfalt der Standorte sowie die Lage und Größe der Flächen, ihre Nutzungsanforderungen und -erwartungen eine sorgfältige Planung bzw. Auswahl der am besten geeigneten Mischung. Die bei den einzelnen Staudenmischungen verzeichneten Anwendungsgebiete geben praktische Hinweise, für welche Flächen die Mischungen jeweils besonders gut geeignet sind. Der Fachbericht dient Verantwortlichen und Interessierten in öffentlichen Verwaltungen, Planungsbüros, Ausbildungsstätten und Betrieben des Garten- und Landschaftsbaus als Entscheidungshilfe zur Wahl des richtigen Bepflanzungskonzeptes und vermittelt darüber hinaus das notwendige Wissen zur Ausschreibung, Pflanzung und Pflege von Staudenpflanzungen an trockenen Standorten.

Unter der Leitung von Dr. Schönfeld ist der Fachbericht „Staudenverwendung im öffentlichen Grün - Staudenmischpflanzungen für trockene Freiflächen“ im August 2014 erschienen.
Derzeit wird noch die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses geprüft.    

Gremienleitung:

Dr. Phillipp Schönfeld


Gremienpublikationen:


Ansprechpartner FLL-Präsidium:

Dieter Fuchs      


Ansprechpartner FLL-Geschäftsstelle:

Alice Stahl

TL + TP Böden und Substrate (Projekt-AG)

Gremienhintergrund/-ziel

Die FLL hat bereits vor einiger Zeit beschlossen, die FLL-Regelwerke schrittweise neu zu strukturieren und auf die in Europa gültige Systematik der Normung im Bauwesen anzupassen. Prüfnormen (Technische Prüfbestimmungen), Produktnormen (Technische Lieferbedingungen) und Anwendungsbestimmungen (Richtlinien, Empfehlungen) sollen schrittweise voneinander getrennt werden.

Für die Anpassung der FLL-Regelwerke an die Struktur der europäischen Normung wurde eine Projektarbeitsgruppe mit Experten aus den betroffenen Gremien (RWA Baumpflanzungen, RWA Dachbegrünungen, RWA Innenraumbegrünung, RWA Golfplatzbau, RWA Reitplätze, RWA Begrünbare Flächenbefestigungen, AG Wassergebunde Wege) sowie Normenausschüssen der DIN 18035-4 und -5 besetzt.

Da „Böden und Substrate“ in zahlreichen FLL-Regelwerken und Normen des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus eine entscheidende Rolle spielen, sollen zunächst in einem ersten Schritt zusätzlich zu den bekannten FLL-Regelwerken (z. B. Dachbegrünungsrichtlinien, Empfehlungen für Baumpflanzungen) „Technischen Lieferbedingungen und Technischen Prüfbestimmungen für Böden und Substrate“ erstellt werden, welche alle Anforderungen an Stoffe und die entsprechenden Prüfverfahren enthalten.

Die Bearbeitung der Neustrukturierung läuft seit Februar 2013 und erfolgt in größeren Abständen. Inzwischen konnten die TL und die TP weitgehend vorbereitet werden und müssen redaktionell aufbereitet werden. Ziel ist es, 2019 beide Entwürfe in den betroffenen Gremien abzustimmen.

 

Gremienleitung

Prof. Martin Thieme-Hack

Ansprechpartner FLL-Präsidium

Prof. Martin Thieme-Hack


Ansprechpartnerin FLL-Geschäftsstelle

Tanja Büttner


Gremienpublikationen

  • Technische Lieferbedingungen und Technische Prüfbestimmungen, normativ

TL Baumschulpflanzen (RWA) mit Verticillium dahliae (AG)

Gremienhintergrund/-ziel

Im Dezember 2009 wurde der RWA wieder aktiviert, um das Thema „Verticillium dahliae“ zu diskutieren. Seit einiger Zeit werden immer wieder Welkeerscheinungen und das Absterben von Trieben bei Acer mit einem Verticillium-Befall in Verbindung gebracht. Die Infektion mit Verticillium erfolgt vom Boden aus über die Wurzel. In abgestorbenen Pflanzenteilen bildet der Pilz Mikrosklerotien aus, mit denen er mehrere Jahre im Boden überdauern kann. Eine chemische Bekämpfung ist bisher nicht möglich. Nach Auftreten der Schadsymptome ist i. d. R. die Quelle des Befalls unklar. Infektionen können zurückgeführt werden auf einen Befall der gelieferten Gehölze, eine Verseuchung des Endstandortes oder des verwendeten Substrates mit Verticillium.

Nach den FLL-„Gütebestimmungen für Baumschulpflanzen“ dürfen Gehölze keine durch Krankheiten, Schädlinge oder Kulturmaßnahmen hervorgerufenen Mängel aufweisen, welche den Wert oder die Tauglichkeit für den vorgesehenen Gebrauch mindern. Sie müssen so gesund, ausgereift, abgehärtet und akklimatisiert sein, dass das Anwachsen und die weitere Entwicklung nicht gefährdet sind. Diese Regelung muss im Einzelfall ausgelegt werden, weil es für „gesund“ bei der Vielzahl von möglichen Erkrankungen keine messbaren Prüfkriterien gibt oder es nur solche gibt, die mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden sind. Anders ist es bei dem Schaderreger Verticillum dahliae. Hier hat sich ein kostengünstiges Verfahren in über 10-jähriger Anwendungspraxis als tauglich erwiesen. Die Nachweismethode beruht weitestgehend auf der Forschungsarbeit von Prof. Dr. Christian Neubauer. Die Hochschule Osnabrück sowie die Labore der Pflanzenschutzämter in Oldenburg und Bonn konnten in gemeinsamen Ringversuchen und über ihre langjährige Untersuchungstätigkeit umfangreiche Erfahrungen mit der Methode sammeln. Das Auftreten der Verticillium-Welke kann mit Hilfe dieser Methode vorbeugend verhindert werden, wenn der Boden von Kulturflächen und Endstandorten bzw. der verwendeten Substrate im Vorfeld ihrer Nutzung auf den Erreger getestet werden. Die AG Verticillium dahliae des RWA hat die Methode nun mit entsprechenden Regelungen zur Probenahme ergänzt und in „Technischen Prüfbestimmungen“ zusammengeführt. 

Die letzte umfangreich aktualisierte Ausgabe erschien 2004. Mittlerweile besteht erneut Bedarf, das Regelwerk zu überarbeiten. Bei der nun anstehenden Überarbeitung sollen die Inhalte der Gütebestimmungen in der praktischen Anwendung überprüft und ggf. durch neue Erkenntnisse ergänzt und verbessert werden.

Der Regelwerksausschuss wurde in Abstimmung mit dem Bund deutscher Baumschulen e. V. (BdB) am 20. September 2016 neu konstituiert und trifft sich seitdem in regelmäßigen Abständen.

Seit dem 1. April 2019 befindet sich der Gelbdruck bis zum 30. Juni 2019 im Einspruchsverfahren.

Den Gelbdruck finden Sie im Opens external link in new windowFLL-Online-Shop.

 

Gremienleitung

Prof. Martin Thieme-Hack

Ansprechpartner FLL-Präsidium

Christoph Dirksen


Ansprechpartnerin FLL-Geschäftsstelle

Tanja Büttner


Gremienpublikationen

TL Fertigrasen (RWA)

Gremienhintergrund/-ziel:

Mit der Neuveröffentlichung der „TL Fertigrasen – Technische Lieferbedingungen für Fertigrasen“ Ende Februar 2016 folgt die FLL internationalen Standards und formuliert in ihren Regelwerken Grundsätze für die Lieferung von Stoffen. Auch nach den Beschlüssen des Deutschen Instituts für Normung (DIN) sollen in den Fachnormen des Landschaftsbaus zukünftig nur noch Sachverhalte geregelt werden, welche dem Typus „Grund- und Planungsnorm“ entsprechen. Für die Lieferung und für die Prüfung von Stoffen und Bauteilen sind jeweils gesonderte Regelwerke heranzuziehen. Bei der Überarbeitung der DIN 18917 „Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Rasen und Saatarbeiten“ gab es den Wunsch, den Fertigrasen detaillierter zu regeln, sodass dafür ein eigenes Regelwerk geschaffen werden musste.

Eine weitere Neuheit wurde in den neuen „TL Fertigrasen“ mit der Einführung von Kategorien umgesetzt. Damit gibt es unterschiedliche Anforderungen an einen bestimmten Kennwert, der die Qualität eines Produktes beschreibt. Dieses wird deutlich, wenn in einem Anwendungsfall der Fertigrasen für ein Bundesligastadion und in einem anderen Anwendungsfall an einer Böschung im Straßenbau eingesetzt werden soll. Daher werden die unterschiedlichen Kennwerte sowohl weit als auch eng gefasst. Da der Produzent des Fertigrasens den konkreten Anwendungsfall in der Regel nicht kennt, dienen die Kategorien der Klarheit beim Vertragsabschluss. Außerdem bieten sie den Anbietern die Möglichkeit, die Produktion auf feste, standardisierte Kenngrößen abzustimmen und dem Kunden ganz bestimmte Kategorien anzubieten. Eine gewisse Unschärfe wird es immer dann geben, wenn es sich um natürliche Produkte handelt. So ist es durch den vorhandenen Anzuchtboden naturbedingt unmöglich, einen Fertigrasen herzustellen, der steril und gänzlich frei von Samen, Tieren, Pilzen und dergleichen ist. Gerade diese gehören zu einem belebten Boden dazu. Die Grenze der nachteiligen oder schädlichen Beeinträchtigung für den Fertigrasen ist fließend und deshalb im Einzelfall abzuwägen. Das typische Phänomen der Hutpilze im Rollrasen stellt in der Regel keine Beeinträchtigung dar. Gleiches gilt für die sich ständig ändernde Verfügbarkeit von Saatgut und den Einfluss auf das Endprodukt. So wurde in den neuen „TL Fertigrasen“ der Kreis der möglichen Sorten dadurch sehr weit gefasst, dass alle internationalen Prüfstellen anerkannt werden.

Moderation:

Prof. Martin Thieme-Hack


Gremienpublikationen:

Technische Lieferbedingungen Fertigrasen, 2016, 1. Ausgabe


Ansprechpartner FLL-Präsidium

Prof. Martin Thieme-Hack                                                


Ansprechpartner FLL-Geschäftsstelle:

N.N.

TL Kunststoffe (RWA)

Gremienhintergrund/-ziel

Das Präsidium der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau (FLL) hat im Jahr 2018 beschlossen, eine Publikation „TL Kunststoffe – technische Lieferbedingungen für Kunststoffe im Landschafts- und Sportplatzbau“ zu erarbeiten.

Der neu konstituierte FLL-Regelwerksausschuss „TL-Kunststoffe“ unter der Leitung von Herrn Professor Martin Thieme-Hack setzt es sich zum Ziel, verschiedenste Themenbereich zu behandeln. So sollen die erforderlichen Eigenschaften und die dazugehörigen Anforderungen an Schadstoffgehalte in Kunststoffen definiert werden, um praxisorientierte Vertragsbedingungen zu schaffen. Weitere Themen sind die Dauerhaftigkeit, der Verschleiß und das Recycling von Sportfreianlagen aus Kunststoffe sowie mögliche Risiken, die von Mikroplastik auf den Menschen und die Umwelt ausgehen können.

Die technischen Lieferbedingungen (TL) für Kunststoffe im Landschafts- und Sportplatzbau sollen insbesondere für folgende Verwendungsbereiche für Kunststoffe im Außenbereich zum Einsatz kommen:

  •  Sportböden mit einem Belag aus Kunststoffrasen nach DIN EN 15330-1 einschließlich der elastifizierenden Verfüllstoffe (Infill), Elastikschichten und elastischen Tragschichten;
  • Sportböden mit einem Belag aus Kunststoffen nach DIN EN 14877 einschließlich der Basisschichten und Beschichtungen;
  • Fallschutzbeläge aus Kunststoffen nach DIN EN 1176;
  • Spielgeräte nach DIN EN 1176;
  • Kunststoffrasen für die Anwendung im Landschaftsbau;
  • Ausstattungsgestände, z. B. Palisaden, Bänke.

Gremienleitung:

Prof. Martin Thieme-Hack

Gremienpublikationen:

technische Lieferbedingungen seit Juni 2018 in Bearbeitung


Ansprechpartner FLL-Präsidium:   

Prof. Martin Thieme-Hack


Ansprechpartner FLL-Geschäftsstelle:

Sebastian Kramps

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