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Mit diesem Veranstaltungshinweis werden Ihnen Informationen und Zusatzinformationen zur FLL-Fachtagung "Baumpflanzungen in der Stadt" am 31. August 2016 im neuen Rathaus Leipzig übermittelt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stadt Leipzig statt.

Hintergrund:
Die Fachtagung greift die wichtigsten Inhalte der „Empfehlungen für Baumpflanzungen“, der neuen DIN 18916 „Pflanzen, Pflanzarbeiten“ sowie der „Gütebestimmungen für Baumschulpflanzen“ auf und gibt einen ersten Einblick in ein neues Regelwerk von FLL-FGSV zum Erhalt von Verkehrsflächen mit Baumbestand. Neben den verschiedenen Vorträgen legen wir besonderen Wert auf einen Erfahrungsaustausch mit den Tagungsteilnehmern.

Zielgruppen: 
Die Fachtagung richtet sich an alle, die mit der Planung, Pflanzung und Sanierung von Bäumen und Baumstandorten zu tun haben – Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, Träger der Infrastruktur- und Bauleitplanung, Umweltplaner, Landschaftsarchitekten sowie Sachverständige und Ausführungsbetriebe des Garten- und Landschaftsbaus.

Die FLL folgt mit dem Programm dieser Fachtagung allgemein ihrem Leitbild, „Qualität für die Grüne Branche“ zu schaffen und über die Regelwerksarbeit hinaus dazu auch ein Diskussionsforum für fachlich wichtige Themen anzubieten.

 

>>> Programm und Anmeldung

>>> weitere FLL-Veranstaltungen


Informationen zum Veranstaltungsort

Die Fachtagung findet im Neuen Rathaus Leipzig statt. Das Neue Rathaus ist zentral gelegen und vom Hauptbahnhof Leipzig zu Fuß in nur 10 bis 15 Minuten zu erreichen.

Alternativ können Sie vom Hauptbahnhof mit der Linie 10 (Richtung Lößnig) oder 11 (Richtung Markkleeberg-Ost) zwei Stationen bis zur Haltestelle „Leuschnerplatz“ fahren. Von dort sind es nur wenige Meter bis zum Neuen Rathaus.

Bei der Anreise mit dem PKW folgen Sie in Leipzig bitte der Beschilderung Richtung Zentrum sowie „Parkhaus am Burgplatz“. Im Parkhaus am Burgplatz stehen kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung.

Weitere kostenpflichtige Parkmöglichkeiten stehen im Bereich
Martin-Luther-Ring und Lotterstraße sowie in der Tiefgarage Petersbogen mit Zufahrt über Lotterstraße zur Verfügung.

 >>> Informationen zum Veranstaltungsort






Überblick über die FLL-Empfehlungen für Baumpflanzungen – Teil 1+2 und die neue DIN 18916 „Pflanzen und Pflanzarbeiten“

Referenten: Prof. Gilbert Lösken, Gremienleiter RWA Baumpflanzungen, Leibniz Universität Hannover und
Prof. Martin Thieme-Hack, Obmann DIN 18916, Hochschule Osnabrück

Bäume sind imposante Grünelemente mit zahlreichen Funktionen. Sie dienen als Einzelbäume, Baumreihen oder Baumgruppen der Gestaltung von Stadt und Landschaft sowie Gliederung der Natur. Als Lebensraum für Tiere, wie Insekten und Vögel, haben sie ökologische Bedeutung. Bäume können ihre positiven Wirkungen nur leisten, wenn sie gesund und vital sind.

Mit der Baumpflanzung werden für die Standzeit der Bäume, die Baumart und Lage des Baumstandortes endgültig festgelegt. Wachstum und Wuchsform der jeweiligen Baumart bedingen Größe von Baumscheibe, Wurzel- und Kronenraum. Mit Blick auf die langen Zeiträume der Baumentwicklung und die Kosten von Baumpflanzung und Baumpflege ist es von Bedeutung, dass Bäume fachgerecht kultiviert, gepflanzt und gepflegt werden.

Die „Empfehlungen für Baumpflanzungen – Teil 1: Planung, Pflanzarbeiten, Pflege“ enthalten hierzu entsprechende Planungshinweise und technische Vorgaben. Dies betrifft die Anforderungen an Stoffeigenschaften, die fachgerechte Pflanzung und die langfristige Pflege.
Teil 2 dieser Empfehlungen „Standortvorbereitungen für Baumpflanzungen; Pflanzgruben und Wurzelraumerweiterung, Bauweisen und Substrate“ definiert Mindestanforderungen, insbesondere für Baumpflanzungen an Verkehrsflächen und im besiedelten Bereich, wenn der anstehende Boden für die vorgesehenen Pflanzen und Nutzungen nicht geeignet ist.

Der erste Vortragsteil gibt einen Überblick über die wichtigsten Inhalte dieser beiden FLL-Regelwerke.
Die Empfehlungen Teil 1 und Teil 2 ergänzen die Fachnormen für „Vegetationstechnik im Landschaftsbau“ DIN 18915 „Bodenarbeiten“ und DIN 18916 „Pflanzen und Pflanzarbeiten“. DIN 18916 gilt für Pflanzen und Pflanzarbeiten im Rahmen von Maßnahmen des Landschaftsbaus. Sie wurde aktuell überarbeitet und ist in diesem Jahr neu erschienen.

Der zweite Vortragsteil gibt einen Überblick über die Norm und ihre wichtigsten Änderungen sowie die Verknüpfungen zu den FLL-Regelwerken.

>>> Vita Prof. Gilbert Lösken

>>> Institut für Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität

 

>>> Vita Prof. Martin Thieme-Hack

>>> Hochschule Osnabrück, Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur

>>> FLL-Präsidium







Qualität von Anfang an – Gütebestimmungen für Baumschulpflanzen

Referent: Prof. Martin Thieme-Hack, Hochschule Osnabrück

Die Gütebestimmungen für Baumschulpflanzen sind nun seit fast 30 Jahren in der Trägerschaft der FLL. Sie definieren für die Vertragsparteien eine einwandfreie Qualität.

Eine der wesentlichen Grundvoraussetzungen für das Anwachsen und die gute Entwicklung von Bäumen und Sträuchern ist die einwandfreie Qualität des Pflanzenmaterials. Die geforderte Qualität ist daher bereits im Rahmen der Ausschreibung vollständig und eindeutig zu definieren.

Die „Gütebestimmungen für Baumschulpflanzen“ treffen Regelungen, welche für Produktion und Abnahme die Grundlage bilden. Dadurch legen sie den Grundstein für den gemeinsamen Sprachgebrauch zwischen Produzent und Abnehmer und die Lieferung von Qualität.

Bei Bauverträgen, deren Grundlage die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist, werden die Gütebestimmungen mit der ATV DIN 18320 – Landschaftsbauarbeiten – und der dort verankerten DIN 18916 – Vegetationstechnik im Landschaftsbau; Pflanzen und Pflanzarbeiten – Bestandteil des Vertrages.

Die letzte umfassende Überarbeitung wurde 2004 veröffentlicht und ist noch heute gültig.
Inzwischen liegen der FLL-Geschäftsstelle Hinweise und Anregungen für eine notwendige Überarbeitung vor. Im Herbst 2016 wird der zuständige Regelwerksausschuss (RWA) „Gütebestimmungen Baumschulpflanzen“ daher neu konstituiert.

Der Vortrag gibt einen Überblick über den Stellenwert der Gütebestimmungen im Normenwerk, die wichtigsten inhaltlichen Eckpunkte sowie einen Ausblick auf die anstehende Überarbeitung.

>>> Vita Prof. Martin Thieme-Hack

>>> Hochschule Osnabrück, Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur

>>> FLL-Präsidium




Entscheidende Details bei Pflanzung und Pflege – Pflanztiefe, Wässern, Düngen

Referent: Prof. Gilbert Lösken, Gremienleiter RWA Baumpflanzungen, Leibniz Universität Hannover

Der Beitrag behandelt Einzelaspekte der Pflanzung und Pflege von Bäumen, die sich im Laufe der letzten Jahre gewandelt haben und in der Praxis häufig nicht fachgerecht ausgeführt oder kontrovers diskutiert werden.
Wichtige Maßnahmen bei der Pflanzung sind u. a. die Pflanztiefe, die Nährstoffgabe bei der Pflanzung und das Wässern. Hierbei sind alte Probleme und neuere Entwicklungen zu beachten.

Die Nährstoffversorgung als pauschale Startdünung bei der Pflanzung und aufgrund von Nährstoffanalysen bei der weiteren Pflege wird erläutert. Die Verwendung von Flüssigdüngern soll das Wurzelwachstum in der Tiefe fördern.

Die stets ausreichende Wasserversorgung ist in den ersten Standjahren die wichtigste Grundlage jeden Wachstums. Ein einfaches Verfahren zur Wasserbedarfsermittlung ist in den FLL-„Empfehlungen für die Planung, Installation und Instandhaltung von Bewässerungsanlagen“ (2010) zu finden. Der Zeitpunkt des richtigen Bewässerungsbeginns lässt sich nur durch ständige Überwachung der Boden- und Klimawerte oder in der Rückschau bestimmen. Alternativ wird hierzu ein vereinfachtes Verfahren zum Ermittlung des Bewässerungsbedarfs vorgestellt, dass sich an den langjährigen örtlichen Niederschlagwerten orientiert.

>>> Vita Prof. Gilbert Lösken

>>> Institut für Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität

 

 

 




Baumartenauswahl – aktuelle Trends und zukunftsfähige Baumarten

Referent: Prof. Dr. Andreas Roloff, TU Dresden, Institut für Forstbotanik und Forstzoologie, Tharandt

Um dem Aspekt des Wandels Rechnung zu tragen – Einführung "neuer" Baumarten, Test/Experimente mit diesen und Sammeln von Erfahrungen –, werden Straßenbaumarten genannt, die nach unserer Einschätzung und der vieler anderer Experten gute Zukunftsaussichten in Städten haben können und bei Neupflanzungen mit berücksichtigt werden sollten. Über viele dieser Baumarten müssen dadurch noch weitere praktische Erkenntnisse über das Wachstums- und Reaktionsverhalten am konkreten Straßenstandort gesammelt werden, was z.Z. durch verschiedene Projekte/Versuche erfolgt (z.B. Straßenbaumtest der GALK, "Stadtgrün 2021", Straßenbaumtest Niederlande, Baumschultest INKA BB, "Klimabäume").

Das Ergebnis dieser Recherchen und eigener Erfahrungen bzw. die Schnittmenge 50 aussichtsreicher Straßenbaumarten wird in einer Tabelle dargestellt.
In dieser Tabelle ist zu jeder Straßenbaumart folgendes aufgeführt:

GALK: Bewertung in GALK-Straßenbaumliste (GALK 2015), ++ = gut geeignet,
+ = geeignet, gmE = geeignet mit Einschränkungen, ng = nicht geeignet, ne = nicht enthalten, Test: im Straßenbaumtest II seit 2007, S = nur Sorte(n);

KLAM: Bewertung nach KlimaArtenMatrix (ROLOFF & GILLNER 2013), 1. Ziffer Note für Trockentoleranz, 2. Ziffer Note für Winterhärte, z.B. 1.1 = sehr geeignet nach Trockentoleranz und Winterhärte, 2.2 = geeignet nach Trockentoleranz und Winterhärte usw.;

TSA: Trockenstressanpassung (nach ROLOFF et al. 2013), Anzahl der als geeignet eingestuften Trockenstresstoleranz-Parameter der Art;

BAY: X = seit 2010 im Projekt Stadtgrün 2021 in Bayern im Test (BÖLL 2011), (S) = nur Sorten im Test;

NL: X = seit 2000 im niederländischen Straßenbaumtest (HIEMSTRA 2011), (S) = nur Sorten im Test.


>>> Vita Prof. Dr. Andreas Roloff

>>> Institut für Forstbotanik und Forstzoologie, TU Dresden






Erhaltung von Verkehrsflächen und Standortsanierung von Baumpflanzungen ein Widerspruch? Neues Regelwerk von FGSV und FLL

Referent: Dr. Clemens Heidger, Sachverständiger, Hannover

Der unterirdische städtische Bodenraum ist nur begrenzt verfügbar. Ständig auf der Suche nach neuen Ressourcen zur Versorgung des Nährstoff- und Wasserbedarfs erschließen unsere Stadtbäume den gesamten verfügbaren Bodenraum, den sie sich mit anderen Nutzern teilen müssen.
Stadtbäume haben dazu ihr Wurzelwerk den Gegebenheiten in der Stadt angepasst. Artspezifische Regelmäßigkeiten der Wurzelarchitektur gibt es am Stadtstandort nicht, erschlossen wird alles, was sich als „durchwurzelbar“ herausstellt.

Die horizontale und vertikale Wurzelausdehnung von Straßenbäumen orientiert sich weder an Bodenzonierungen noch an Flächenabmessungen, bei  denen als  Orientierungswert die projektive Kronentraufe hinzugezogen wird.

Die vertikale Tiefendurchwurzelung, d.h. die physiologische Bodentiefe, bestimmt vorrangig die Bodendichte, somit besteht ein Bezug zur jeweiligen Flächennutzung. In Verkehrsflächen werden Bodentiefen bis höchstens 60 cm erschlossen, in besonderen Situationen, z.B. bei Leitungszonen, können selbst Tiefen von > 2,0 m noch erschlossen werden.  
 
Der Wurzeleinwuchs in Verkehrsflächen erfolgt schnell und verdeckt. Bereits kurz nach der Pflanzung erschließen bereits die feinen Wurzeln das umgebende Erdreich auf der Suche nach dem durchwurzelbaren Bodenraum.

Die Beseitigung des Schadens an der Verkehrsfläche obliegt dem Straßenbaulastträger und fällt in das Aufgabengebiet des Straßenbaus. Das gilt auch für Schäden an Verkehrsflächen mit Baumbestand, die durch Wurzeleinwuchs entstanden sind. Eine Beteiligung des zuständigen Grünflächenamts ist selten oder eher gar nicht vorgesehen.

Die Ausführung erfolgt in Eigenregie und in Unkenntnis von gärtnerischen und erst recht vegetationstechnischen Fachkenntnissen. Um die Verkehrsfläche fachgerecht wiederherzustellen, wird das vorgefundene Wurzelwerk i. d. R. entfernt.
Diese Vorgehensweise führt aber zu nachhaltigen Schäden am Baum, die wiederum eine Baumsanierung erfordern.

In keinem zzt. gültigen Regelwerk ist die Schadensbeseitigung durch Wurzeleinwuchs in Verkehrsflächen sowohl aus straßenbaulicher als auch aus gärtnerischer Sicht bisher genannt worden.

Um dieser Problematik zu begegnen, erarbeiten FGSV und FLL gemeinsam ein neues Regelwerk. Der Schwerpunkt liegt auf den straßenbaulichen Belangen. Die Federführung hat bei der Erarbeitung die FGSV übernommen.

Behandelt werden durch Baumbewuchs in Verkehrsflächen entstandene Belagsschäden, die anhand von Fallbeispielen dokumentiert werden.
Darauf aufbauend werden Maßnahmen aufgezeigt, die eine nachhaltige und funktionsgerechte Wiederherstellung der Verkehrsfläche ermöglichen und zwar immer unter der Prämisse einer wurzelschonenden Ausführung.

Mit der Fertigstellung ist Ende 2016 zu rechnen.


>>> Vita Dr. Clemens Heidger

 

 

 





 

Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.

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