Dr. Susanne Böll verstorben

Am 20. Juli 2026 ist Dr. Susanne Böll nach schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren verstorben. Mit ihr verliert die Grüne Branche eine engagierte und fachlich hoch geschätzte Wissenschaftlerin, die sich über viele Jahre insbesondere mit der Anpassung von Bäumen an den Klimawandel beschäftigt hat.

Nach ihrem Studium an mehreren Universitäten, unter anderem in den USA, promovierte Dr. Susanne Böll im Sonderforschungsbereich „Ökologie, Physiologie und Biochemie pflanzlicher und tierischer Leistung unter Stress“. Ihre wissenschaftliche Laufbahn führte sie 1998 an die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, wo sie verschiedene Forschungsprojekte leitete und sich intensiv mit Fragen rund um Bäume und deren Anpassungsfähigkeit an veränderte Umweltbedingungen beschäftigte.

Von besonderer Bedeutung war ihre Arbeit im Forschungsprojekt „Stadtgrün 2021“, dessen Leitung sie ab 2009 übernahm. In dem Langzeitversuch wurden in verschiedenen bayerischen Städten 30 Baumarten hinsichtlich ihrer Eignung als klimaresiliente Stadtbäume untersucht. Damit leistete Dr. Susanne Böll einen wichtigen Beitrag zu der heute immer drängender werdenden Frage, welche Bäume den Herausforderungen des Klimawandels im urbanen Raum gewachsen sind.
Auch bei der FLL hat sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen eingebracht.

So bereicherte Dr. Susanne Böll unter anderem die FLL-Fachtagung „Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Bäume“ im Jahr 2021. Dort gab sie Einblicke in die Ergebnisse ihrer Forschung und zeigte auf, welche entscheidende Bedeutung die Auswahl geeigneter Baumarten für die Zukunft unserer Städte hat.

Mit Dr. Susanne Böll verliert die Grüne Branche eine engagierte Wissenschaftlerin, eine geschätzte Fachkollegin und eine wichtige Stimme für die Zukunft des Stadtgrüns.

Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden.

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