Nachhaltigkeit von bestehenden Sportfreianlagen – Steigerung des gesellschaftlichen Nutzens von wettkampforientierten Sportorten in Deutschland durch Indikatoren zur Nachhaltigkeit (Arbeitstitel)

Jutta Katthage, seit Mai 2018

In Deutschland existieren ca. 66.500 Sportfreianlagen (vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) 2012). Zweidrittel dieser Anlagen werden von der öffentlichen Hand betrieben (vgl. Sportministerkonferenz (SMK) 2002). Sportanlagen gelten als eine zentrale Voraussetzung für die Ausübung vieler Sportarten. Sie haben eine besondere Bedeutung für das Gemeinwohl in Deutschland und übernehmen laut BMWi eine zentrale gesellschaftliche Integrationsfunktion.

Auf der anderen Seite stehen Sportfreianlagen vor vielfältigen Herausforderungen. Hierzu gehört u. a. ein hoher Sanierungsbedarf, die geänderte Nachfrage nach Sportarten und die Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt durch die verwendeten Baustoffe.

Das Ziel der Arbeit liegt in der Bestimmung der Nachhaltigkeit von bestehenden Sportfreianlagen und der Ableitung eines gesellschaftlichen Nutzens neben dem Sportnutzen. Hierfür ist zunächst festzulegen, welche Anforderungen aus Bewertungssystemen für Sportfreianlagen, Sporthallen, Freianlagen und Gebäuden im Bestand auch bei bestehenden Sportfreianlagen anzuwenden sind. Anschließend erfolgt eine Prüfung dieser Anforderungen an Bestandsanlagen, so dass der aktuelle Zustand zur Nachhaltigkeit ersichtlich wird. Mittels einer Expertenbefragungen sind die Anforderungen hinsichtlich ihrer Wirkung zu priorisieren. Hierzu werden die Expert*innen nach Wichtigkeit und Anwendbarkeit der Anforderungen befragt. Ein Vergleich der Ergebnisse der Bestandsanalyse mit denen der Befragung führt zu sogenannten Indikatoren der Nachhaltigkeit von bestehenden Sportfreianlagen. Diese Indikatoren sind Nutzenkategorien zum „Wert der Natur für Wirtschaft und Gesellschaft“ (TEEB) zu zuordnen, um so den gesellschaftlichen Nutzen darzulegen.