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mit diesem Veranstaltungshinweis übermitteln wir Ihnen Informationen und exklusive Zusatzinformationen zu den

FLL-Verkehrssicherheitstagen 2017

"Bäume und Spielgeräte/Spielräume im Fokus der Verkehrssicherheit"


In diesem Jahr findet die Veranstaltung erstmals an zwei verschiedenen Standorten statt:

vom 21. bis 23. November 2017 in Falkensee (bei Berlin) 
vom 28. bis 29. November 2017 in Bonn


An den ersten beiden Tagen stehen in Falkensee traditionsgemäß aktuellste Fachfragen und brennende Probleme rund um die Verkehrssicherheit von Bäumen im Fokus. Am 3. Veranstaltungstag (23.11.) dreht sich dann wieder alles um die Verkehrssicherheit von Spielplätzen/Spielräumen.

In Bonn finden die Verkehrssicherheitstage zweitägig statt und widmen sich ganz dem Themengebiet „Bäume und Verkehrssicherheit“. Das Programm in Falkensee und Bonn wird in Bezug auf die Baumthemen vergleichbar sein. Auch in diesem Jahr wurden wieder viele Themenwünsche der Teilnehmer aus den Jahren zuvor aufgegriffen.

Die Veranstaltung richtet sich an Personen, Einrichtungen und Institutionen, die mit Baumkontrollen/Baumuntersuchungen oder der Kontrolle von Spielgeräten zu tun haben – Kommunen, Kommunale Gebietskörperschaften, Wohnungsbaugesellschaften, Mitarbeiter von Forstverwaltungen und andere Baum- oder Spielplatzeigentümer, Sachverständige, Baumpfleger, Baumkontrolleure und Ausführungsbetriebe des Garten- und Landschaftsbaus sowie Juristen.


Programm und Anmeldung

Die FLL-Verkehrssicherheitstage finden vom 21. - 23. November in der Stadthalle Falkensee und vom 28. + 29. November im Brückenforum in Bonn statt. Informationen zum Veranstaltungsort und der Anreise finden Sie auf der FLL-Homepage.

>>> Programm + Anmeldung Falkensee

>>> Programm + Anmeldung Bonn


Tagungsprogramm für den 21. November 2017



Aktuelle Rechtsprechung – ein Überblick über Entscheidungen im letzten Jahr (21.11. Falkensee + 28.11. Bonn)

Armin Braun, GVV-Kommunalversicherung, Köln

Der Vortrag gibt einen Überblick über interessante Entscheidungen des letzten Jahres.

In einem Urteil vom 13.06.2017 befasst der BGH sich mit der Frage, wer verkehrssicherungspflichtig ist, wenn dem ursprünglich Verkehrssicherungspflichtigen mittels einer hoheitlichen Maßnahme die tatsächliche Verfügungsgewalt über ein Grundstück gegen oder ohne seinen Willen entzogen wird.

Gegenstand verschiedener Entscheidungen der Instanzgerichte waren Baumkontrollen, und zwar erneut einerseits das Baumkontrollintervall, andererseits die Notwendigkeit eingehender Untersuchungen.

In mehreren Entscheidungen wird das Urteil des BGH vom 02.10.2012 zur Verkehrssicherungspflicht an Waldwegen bei neuen Fallkonstellationen betreffend den Wald weiter ausdifferenziert. Einzelne Entscheidungen befassen sich mit Beweislastfragen, den Anforderungen an Baumkontrollen bei Bäumen auf Privatgrundstücken sowie artenschutzrechtlichen Fragen. Von besonderem Interesse ist eine Entscheidung des OLG Köln, die sich mit der Haftung des öffentlichen Auftraggebers bei Beauftragung eines Fachunternehmens mit der Baumkontrolle im Rahmen hoheitlicher Tätigkeit (§ 839 BGB) befasst (in Abgrenzung zu der im Vorjahr vorgestellten Entscheidung des OLG Koblenz bei vergleichbarer Fallkonstellation, aber nicht hoheitlicher Tätigkeit der öffentlichen Hand, Haftung aus § 823 BGB).

>>> Vita Armin Braun

>>> GVV Kommunalversicherung

>>> Bundesarbeitsgemeinschaft Deutscher Kommunalversicherer




Flächige Gehölzbestände – Die Baumbeobachtung beim Landesbetrieb Straßenbau NRW (21.11. Falkensee + 28.11. Bonn)

Gerhard Schmidt, Landesbetrieb Straßenbau NRW

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen unterhält über 41.000 lfd. km Straßenseitenflächen in unterschiedlicher Tiefe, auf denen sich in großem Umfang Straßenbäume und flächige Gehölzbestände befinden. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht werden diese Bestände regelmäßig in Augenschein genommen. Der Zustand und die örtlichen Bedingungen lassen eine konsequente Kontrolle der flächigen Gehölzbestände im Sinne der FLL-Baumkontrollrichtlinien (Einzelbaumkontrolle) praktisch nicht zu. Als Kompromiss zwischen dem was das Regelwerk vorgibt und dem was realistisch leistbar ist, führt Straßen.NRW bei diesen Gehölzflächen in regelmäßigen Abständen Baumbeobachtungen im Rahmen der Streckenwartung durch. Der Vortrag erläutert diese Vorgehensweise und beschreibt charakteristische Merkmale flächiger Gehölzbestände an Straßen.

>>> Vita Gerhard Schmidt

>>> Landesbetrieb Straßenbau NRW




Nachwirkungen des Sturmtiefs Ela 2014 – Sachstandsbericht über Schnittmaßnahmen am Beispiel der Stadt Essen (21.11. Falkensee + 28.11. Bonn)

Dr. Jürgen Kutscheidt, Sachverständigenbüro, Krefeld

Bei dem Gewittersturm „Ela“  zu Pfingsten 2014 sind in der Metropolregion Rhein-Ruhr sehr viele Bäume geschädigt worden. Die Stadt Essen zählte mit einer Schadenssumme von über 50.000.000 € und mehreren Tausend geschädigten Bäumen zur Kernzone des Schadensereignisses. Hier sind, zunächst in einem Stadtteil, alle 4.400 Straßenbäume auf Sturmschäden kontrolliert worden. Für alle Schadbäume  wurden Schnittvorgaben ausgearbeitet. Diese Arbeiten und weitere Erfahrungen aus über 5.000 Bonitierungen wurden genutzt, um den sogenannten Schnittmusterkatalog zu entwickeln.

In dieser Handreichung  wird zunächst darauf eingegangen, wie man zu einer Entscheidung kommen kann, ob ein geschädigter Baum erhalten oder gefällt werden sollte. Nach diesem Abwägungsprozess werden für gut, mittel und schlecht abschottende Baumarten mit jeweils verschiedenen Schadensstärken die entsprechenden Rückschnittbeispiele gezeigt. Hierbei geht es im Wesentlichen darum ungünstige Kronenformen wieder so anzupassen, dass es nicht beim nächsten Sturmereignis zu Folgeschäden kommt.
Als Sondermaßnahmen haben sich „Platzhalter“ (dies sind zu ersetzende Bäume mit schweren Schäden, die bis zur tatsächlichen Ersatzpflanzung am Standort verbleiben, um diesen nicht für eine andere Nutzung freizugeben), „Spechtbaum“  (stark geschädigte Bäume mit Habitatpotential) und die“ Umwandlung zum Formgehölz“ bewährt.

Nach mehr als drei Jahren sind die Sturmschäden längst noch nicht an allen Bäumen behoben, es gab einige „Überraschungen“  und viele Bäume werden uns noch eine längere Zeit begleiten da sie erst nach einem zweiten oder dritten Schnitt wieder vollständig  funktionstüchtig sein werden.

>>> Vita Dr. Jürgen Kutscheidt

>>> Sachverständigenbüro Der gesunde Baum !?




Der Boden im Wurzelbereich – wichtige Hinweise für Baumkontrolle und Baumuntersuchung (21.11. Falkensee + 28.11. Bonn)

Dr. Markus Streckenbach, Sachverständigenbüro, Bochum

Bei der Beurteilung von Bäumen, sei es im Zuge von Regelkontrollen oder im Vorfeld von eingehenden Untersuchungen, werden vorrangig die oberirdisch sichtbaren Baumteile in Augenschein genommen. Auffälligkeiten, wie eine verbreiterte Stammbasis oder fehlende Zuwachsstreifen der Rinde werden dabei interpretiert und hieraus gegebenenfalls weiterführende Maßnahmen abgeleitet. 

Das Wurzelsystem, welches einen wesentlichen Teil eines Baumes ausmacht, kann naturgemäß nicht ohne Weiteres betrachtet werden. Da Bäume Zeit ihres Lebens untrennbar mit dem sie umgebenden Boden verbunden sind, lohnt sich bei erkennbaren Schadsymptomen auch ein Blick auf den Wurzelraum eines Baumes. Schließlich sind Beeinträchtigungen der Wurzeln bzw. des Bodens oftmals die Ursache für oberirdisch in Erscheinung tretende (Fehl-)Entwicklungen.

Dabei kann bereits die Oberfläche eines Bodens, analog zur visuellen Baumuntersuchung, Hinweise auf Beeinträchtigungen geben oder der Wurzelraum mit einfachsten Hilfsmitteln überprüft werden. Dennoch ist der Umgang mit „bodenbürtigen“ Schäden bei der Baumansprache nicht einheitlich geregelt, da eine systematische Aufarbeitung dieses Themenkomplexes bisher nicht stattgefunden hat.

Vor diesem Hintergrund sollen die Möglichkeiten und Grenzen zur Bewertung des Bodens im Rahmen der Baumansprache aufgezeigt werden. Ziel ist es konkrete Hilfestellungen zu bieten, um den Boden als wichtigsten Baumpartner zu verstehen und bewerten zu können.

>>> Vita Dr. Markus Streckenbach

>>> Sachverständigenbüro für urbane Vegetation




Welchen Einfluss hat die Baumkontrolle auf die Kostenkontrolle? (21.11. Falkensee + 29.11. Bonn)

Eiko Leitsch, Eiko Leitsch Baumpflege e.K, Nauheim

Die Bewirtschaftung und Pflege von Baumbeständen wird durch den Planungsprozess, die Baumartenauswahl, die Pflanzgröße, die Baumgrubengröße und im laufenden Betrieb wesentlich durch die Baumkontrolle beeinflusst. Die Festlegung der Planung sowie die standräumlichen Gegebenheiten haben einen wesentlichen Einfluss auf die zu erwartenden Folgekosten im Lebenszyklus eines Baumes. Werden hier Fehler gemacht, so sind dies wesentliche Kostentreiber im Lebenszyklus eines Baumes. Mit dem rechtzeitigen Einsetzen einer qualifizierten Baumkontrolle und den daraus abgeleiteten Baumpflegemaßnahmen wird die weitere Entwicklung des Baumes entscheidend beeinflusst.

Rechtzeitige Jungbaumpflege bringt den Baum in die ihm zugedachte Funktion am Standort und kann teure und aufwendige Maßnahmen der Altbaumpflege zu diesem frühen Zeitpunkt verhindern. Die dann anschließende Kontrolle des Baumes in der Reife- und Alterungsphase setzt diesen Prozess der kontinuierlichen Betreuung des Baumes fort und führt zu einer rechtzeitigen, kontinuierlichen und damit kosten-optimierten Baumpflege. Für diese kontinuierliche Arbeit ist ein best ausgebildeter Baumkontrolleur nötig, der in der Lage ist, das Gros der von ihm kontrollierten Bäume sicher zu bewerten. Fachliche Unsicherheit kann zu überzogenen Maßnahmen (alle Bäume mit Kroneneinkürzung) oder einer erhöhten Zahl von weiteren Inaugenscheinnahmen und Begutachtungen der Stand- und Bruchsicherheit führen. Dies sind wesentliche Kostentreiber für den jährlichen Unterhalt und können durch eine qualifizierte Baumkontrolle vermieden werden. Anhand von Praxisbeispielen wird diese Problematik beleuchtet und mögliche Lösungswege aufgezeigt.

>>> Vita Eiko Leitsch

>>> Eiko Leitsch Baumpflege e.K 






Nutzen aus der Baumkontrolle - langfristige Straßenbaumentwicklungskonzepte (21.11. Falkensee + 28.11. Bonn)

Dr. Jürgen Kutscheidt und Alexander Wezel, Sachverständigenbüro, Krefeld

Baumkontrollen in Städten und Gemeinden erfolgen zumeist hinsichtlich der Verkehrssicherheit. In der Regel wird in einem Baumkataster aber nicht nur der Handlungsbedarf beschrieben, sondern es beinhaltet beispielsweise auch Informationen zum Alter des Baumes sowie zu seinem Zustand.

Aus diesen Informationen lassen sich Aussagen zur Wirtschaftlichkeit und der Entwicklung des Baumbestands ableiten. Anhand der Prognose zur Lebenserwartung der Gehölze, dem momentanen Zustand (sowie der Vitalität) und dem Ausmaß der vorhandenen Schädigungen sowie baumartenabhängiger Faktoren lässt sich die Erhaltungswürdigkeit eines Baumbestandes abschätzen.  

Durch das Aufsummieren der vergebenen Punkte in den entsprechenden Kategorien lässt sich ein Schema für den Zeitraum des notwendigen Handlungsbedarfs der Erneuerung für die Gehölze festlegen. Auf diese Weise wurde für die Stadt Kamp-Lintfort im Jahre 2011 ein Erneuerungskonzept erarbeitet, das seitdem umgesetzt wird und im letzten Jahr aktualisiert wurde.

Obwohl Straßenbäume einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren und Einflüssen ausgesetzt sind lässt sich der Handlungsbedarf für den Baumbestand einer Straße prognostizieren, da die Bäume in der Regel zeitgleich gepflanzt wurden und sich vielerorts ein relativ homogener Unterhaltungsaufwand in Bezug auf Bäume eines Straßenabschnitts zeigt. Vor allem die Erneuerung stark geschädigter Gehölze führt zu massiven Kosteneinsparungen und mittelfristig amortisieren sich die Investitionsausgaben.  

>>> Vita Dr. Jürgen Kutscheidt

>>> Vita Alexander Wezel

>>> Sachverständigenbüro der gesunde Baum!?




Einfluss der Baumart auf die Baumkontrolle am Beispiel ausgewählter Baumarten (21.11. Falkensee + 28.11. Bonn)

Peter Klug, Sachverständigenbüro, Gammelshausen

So wie jeder Baumstandort individuell ist, sind auch bei Regelkontrollen bei einzelnen Baumarten spezifische Schadmerkmale oder Symptome zu beachten. Anhand praktischer Beispiele werden sowohl für einzelne Nadelbaumarten als auch für verschiedene Laubbäume einzelne dieser „Gefahrenhinweise“ gezeigt. Ausgesucht wurden unter anderem Fichte und Mammutbaum. Zur Sprache kommt auch, welche Auswirkungen der Eschenbaumschwamm bei Robinie und einer Ulmensorte haben kann oder was bei Catalpa / Trompetenbaum und Götterbaum zu beachten ist.

>>> Vita Peter Klug

>>> Sachverständigenbüro Peter Klug


Tagungsprogramm für den 22. November 2017



Beurteilung von Schadbildern anhand von Praxisbeispielen – Fehleinschätzungen vermeiden (22.11. Falkensee + 29.11. Bonn)

Herman Reinartz, Sachverständigenbüro, Köln

Bei der Bewertung von Bäumen, an denen  Schadsymptome erkennbar sind, sind zahlreiche Aspekte zu beachten. Die Auswirkungen von Schäden sind vom Schaderreger und in gleichem Maße von Art, Form, Größe, Vitalität und Kompensationsfähigkeit des betroffenen Baums abhängig. Nur mit Erfahrung und dem Blick für die Wechselwirkungen zwischen Schaderregern und Baum ist eine sichere Beurteilung von Schadbildern möglich und es lassen sich Fehleinschätzungen weitgehend vermeiden.

>>> Vita Herman Reinartz

>>> Sachverständigenbüro Hermann Reinartz




Sicherheitsstandards bei Umweltbildungsangeboten in Baum- und Waldbeständen (22.11. Falkensee + 29.11. Bonn)

Norbert Bösken, Grün und Gruga, Essen

Basierend auf den Arbeits- und Beratungserfahrungen die zum „Basisleitfaden Sicherheit in der Wald- und Umweltpädagogik“ geführt haben, werden im Vortrag allgemeine thematische Hintergründe bzgl. der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit Kindern und Jugendlichen vermittelt. Es wird die gesetzlich normierte Pflicht zur Unfallverhütung in der öffentlich-rechtlichen Bildungs- und Jugendhilfearbeit für den Kontext der Angebote in der Grünen Infrastruktur verdeutlicht. Insbesondere werden die Erkenntnisse zu den baumbezogenen Risikomerkmalen durch Totholz fokussiert, welche zu vorhersehbaren irreversiblen Gesundheitsschäden führen können. Exemplarisch wird eine baumbezogene Gefährdungsbeurteilung vorgestellt und auf bestehende betriebliche Umsetzungsstrategie für Waldflächen hingewiesen.

>>> Vita Norbert Bösken

>>> Grün und Gruga




Verkehrssicherungspflicht an ausgewiesenen Rad- und Wanderwegen unter besonderer Berücksichtigung der von Bäumen ausgehenden Gefahren (22.11. Falkensee + 29.11. Bonn)

Wilhelm Schneider, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht a.D., München

Der Vortrag zeigt auf, wie Rechtsprechung und Literatur in Deutschland die Verkehrssicherungspflicht an ausgewiesenen Rad- und Wanderwegen sehen. Insbesondere wird dargestellt, ob und ggf. in welchem Umfang Nutzer solcher Wege vor den von Bäumen ausgehenden Gefahren zu schützen sind. Dabei wird verdeutlicht, was man sich unter einem ausgewiesenen Rad- und Wanderweg alles vorzustellen hat und dass in haftungsrechtlicher Hinsicht zu differenzieren sein kann. Der Kreis der möglicherweise Verkehrssicherungspflichtigen wird näher beleuchtet.

>>> Vita Wilhelm Schneider






Zur Praxis der Baumkontrolle und Gehölzunterhaltung an Bundeswasserstraßen – Die Leitfäden zur Baumkontrolle und zu Umweltbelangen (22.11. Falkensee + 29.11. Bonn)

Dr. Michael Barsig, Baumsachverständiger, Berlin  (22.11. Falkensee)

Martin Küpper, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz (29.11.2017 in Bonn)

Getrennt vom Leitfaden Baumkontrolle (gültige Fassung per Erlass eingeführt 2013) hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Gehölzunterhaltung im Leitfaden Umweltbelange bei der Unterhaltung von Bundeswasserstraßen (per Erlass eingeführt 2015) für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes verbindlich geregelt. Zur ökologischen Orientierung der Gehölzunterhaltung hat die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) ein Leitbild entwickelt, das die Anweisungen des letztgenannten Leitfadens näher erläutert. Beide Leitfäden gelten nicht nur für urbane Gehölzstandorte, sondern auch für Standorte außerhalb urbaner Bereiche. Auch bei Übertragung von Aufgaben auf Dritte (z. B. BImA-Bundesforst, Fachfirmen, Pächter sowie deren Subunternehmer) müssen beide Arbeitshilfen zwingend vereinbart und eingehalten werden.

Gemäß Leitfaden Baumkontrolle obliegen Regelkontrolle und Aufsicht über unvermeidbare Sicherungsmaßnahmen Baumprüfern der WSV, die eine 15tägige, behördeninterne Fortbildung und spätestens alle fünf Jahre verpflichtend ein mehrtägiges Auffrischungsseminar absolvieren. Deren Vorgesetzte besuchen ein einwöchiges Seminar und spätestens alle fünf Jahre ebenfalls verpflichtend ein mehrtägiges Auffrischungsseminar.

Getrennt von der Verkehrssicherung wird die Gehölzunterhaltung durch ebenfalls behördenintern geschulte Mitarbeiter ausgeführt bzw. begleitet. Die WSV betreibt keine Forstwirtschaft. Der Astschnitt nach dem Fachstandard der BfG hat Vorrang vor einer Fällung. Unter Erhaltung des vorhandenen Gehölzbestands wird gemäß dem o. g. Leitbild eine naturnahe Struktur aus Krautschicht, Strauchschicht, unterer und oberer Baumschicht entwickelt. Die Ansiedlung erfolgt vorrangig aus der spontanen standortheimischen Naturverjüngung der Gehölze. Eine notwendige Auflichtung richtet sich nur nach dem Wuchsbedarf der nachwachsenden standortheimischen Gehölzschichten und wird vorrangig durch den Einsatz der Seilklettertechnik erzielt.

>>> Vita Dr. Michael Barsig

>>> Vita Martin Küpper

>>> Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)






Umgang mit der Rußrindenkrankheit beim Ahorn (22.11. Falkensee + 28.11. Bonn)

Johannes Stuffrein und Daniel Gerhardt, Stadt Köln

Im Jahr 2010 wurde die Rußrindenkrankheit des Ahorns erstmalig im Stadtgebiet von Köln wissenschaftlich nachgewiesen. Dabei ist es in waldartigen Beständen zum plötzlichen Absterben einer Vielzahl von, vorher vital erscheinenden, Acer pseudoplatanus (Berg-Ahorn) gekommen. Verursacher der Rußrindenkrankheit am Ahorn ist das pilzliche Pathogen Cryptostroma corticale. Durch die vom Pilz produzierte, hohe Sporenanzahl, kann sich -insbesondere für Baumpfleger- eine gesundheitsschädliche Auswirkung entfalten.

Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln wird den Umgang mit diesem „neuen“ Erreger vorstellen. Dabei wird auf den Ursprung, die Verbreitung, die Symptomatik und Diagnose, Schadwirkung- und potenzial, der Gesundheitsschutz für die Baumpfleger und Bevölkerung sowie der Umgang mit kontaminiertem Holz eingegangen.

>>> Vita Johannes Stuffrein

>>> Vita Daniel Gerhard

>>> Stadt Köln


Tagungsprogramm für den 23. November 2017



Inklusion auf öffentlichen Spielplätzen

Ute Eckardt, Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, Stadt Dresden

Ausgehend vom Begriff der Inklusion wird die Vielfalt der Gründe, ausgeschlossen zu sein, betrachtet. Dabei geht es in erster Linie um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, kurz wird auch auf die soziale Inklusion eingegangen. Jeder Spielplatz, und besonders der öffentliche Spielplatz, kann auf besondere Weise zu einem Miteinander unterschiedlichster Personengruppen beitragen, so dass alleine der Bau von Spielangeboten ein Schritt in Richtung Teilhabe aller Menschen am öffentlichen Leben sein kann.

Dabei weisen  öffentliche Spielplätze durch das Erfordernis von Risiken und Herausforderungen  Besonderheiten auf, die eine Gestaltung nach den Regeln der Barrierefreiheit nicht ausschließlich zulassen. Auf jedem Spielplatz muss es Anreize für alle geben, Bewegungen zu erproben. Wenn für jeden alles erreichbar ist, fühlen sich ältere oder besonders bewegungsfreudige Kinder nicht willkommen. Es besteht die Gefahr, dass sie Risiken außerhalb der genormten Spielplätze suchen. Deshalb ist ein barrierefreier Spielplatz nicht unbedingt inklusiv.

Es werden Schritte auf dem Weg zum inklusiven Spielplatz aufgezeigt:
1.    Beteiligung aller Nutzer vor Planungsbeginn
2.    barrierefreie Erreichbarkeit
3.    Vielfalt der Angebote
4.    Betrachtung des gesamten Stadtviertels
5.    Perspektivwechsel des Planers
6.    Förderung des Miteinanders

Anschließend werden einzelne Spielelemente betrachtet und auf ihre Eignung für die unterschiedlichsten Behinderungsarten hingewiesen:
-    Sandspiel
-    Wasser
-    Häuschen und Rollenspiel
-    Schaukeln und Wippen
-    Rutschen
-    Karussells
-    Klettergeräte
-    Befahrbare Flächen
-    Ballspielflächen
-    Besonderes (Geräte für die Sinne, Zerrspiegel, Maltafeln, Spielfiguren)

Untergründe werden im Hinblick auf Vielfalt, Barrierefreiheit, Kosten und ökologische Aspekte untersucht.

Abschließend wird eine Aussage über das Erfordernis der barrierefreien Erreichbarkeit von jedem Spielgerät für Erwachsene zur  Hilfestellung getroffen.

>>> Vita Ute Eckardt

>>> Stadt Dresden




Inklusion und Spielen - Wie kann die Gestaltung eines inklusiven Spielplatzes aussehen?

Martina Hoff, Landschaftsarchitekturbüro Hoff, Essen

Inklusion ist in aller Munde. Gleichberechtigte Teilhabe aller ist ein allgemein akzeptiertes Ziel. Die aktuelle DIN 18034, Ausgabe 2012 fordert: „Spielplätze müssen so beschaffen sein, dass sie auch für Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten zugänglich und nutzbar sind. Bei Spielplätzen und Freiräumen zum Spielen sind barrierefreie Spielangebote vorzusehen. Die Nutzung muss weitgehend unabhängig von fremder Hilfe möglich sein.“ Gleichzeitig gilt für alle der Grundsatz, dass beim Spielen „… Freude am Abenteuer und am Bestehen eines Risikos als Bestandteil des Spielwertes“ erwünscht ist.

Spezialgerät oder Nutzungsvielfalt - Planerinnen und Planer stehen vor der Aufgabe attraktive Spiel- und Aufenthaltsorte für alle zu entwickeln. Im Sinne der Inklusion bedeutet das, nicht einzelne Gruppen oder Einschränkungen – ob Sehbehinderung, Mobilitätsbeeinträchtigung oder kognitive Einschränkung - in den Focus zu stellen, sondern vielmehr das gemeinsame Spiel mit einer vielfältigen Gestaltung zu ermöglichen.
Drei einfache Regeln helfen im Umgang mit der Inklusion:

Die Räder-Füße-Regel – zur Erreichbarkeit
Die 2-Sinne-Regel – zur Wahrnehmbarkeit
Die keep-it-short-and-simple-Regel – zur Verständlichkeit

Dabei wird schon deutlich: Es geht nicht darum alles für alle gleichermaßen sondern für jeden etwas entstehen zu lassen. Da die meisten Spielräume vorhanden sind, kann angesichts der knappen Kassen nicht alles komplett neu entstehen. Der Focus liegt vielmehr auf Erreichbarkeit und vielfältigen, multifunktionalen Spielstrukturen, die Rollenspiel, Sinneserfahrungen, Bewegungsspiel auf Wiesen und Fahr- und Laufstrecken, o.ä. unterstützen. Getreu dem Motto: Nicht daneben sondern gemeinsam mittendrin.

Der Vortrag zeigt an verschiedenen Beispielen, wie das an verschiedenen Orten auf jeweils ganz unterschiedliche Art gelingen kann: z.B. im Park, am Kindergarten, am Ausflugsort oder in der Natur.
Deutlich wird dabei auch, dass nicht nur die Gestaltung vor Ort entscheidet. Ein inklusives Spielangebot braucht ein „Netzwerk“ aus begleitender Information, um geeignete Flächen zu finden, eine „Hardware“, die z.B. die Erreichbarkeit oder benötigte Infrastruktur (z.B. Toilettenanlage) sicherstellt, eine „Software“ in Form von attraktiver Gestaltung und Ausstattung sowie nicht zuletzt eine Wartung und Pflege, die inklusive Standards nachhaltig und verlässlich gewährleistet.

>>> Vita Martina Hoff

>>> Landschaftsarchitekturbüro Hoff




Wasserspielplätze, Brunnen, Wasserspiele und Verkehrssicherheit

Dr. Katrin Korth, Korth StadtRaumStrategien, Lichtenau
 

Von je her übt Wasser eine besondere Faszination auf Kinder aus. Und wohl jede und jeder erinnert sich an den kindlichen Reiz vom unbeaufsichtigten Spielen am Bachufer oder Matschen in Pfützen. Nicht zuletzt deshalb sind Wasserelemente wie Pumpen und Matschtische Teil vieler Kinderspielplätze. Planung und Unterhalt sind zwar im Grundsatz durch die DIN/EN 1176 für Kinderspielgeräte abgedeckt, doch hinzu kommen weitere Vorgaben der Bundesländer und der Gemeinde-Unfall-Versicherungen, die im Einzelfall zu berücksichtigen sind.

Gleichzeitig umfasst das Spielen mit Wasser wesentlich mehr als das definierte Benutzen von dafür vorgesehenen Wasserspielgeräten. Im Sinne lebenswerter, multifunktionaler Stadträume mit hoher Aufenthaltsqualität sollen Menschen – Erwachsene wie auch Kinder –vielfältige und abwechslungsreiche Aneignungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten in den urbanen Freiräumen geboten werden. Öffentliche Brunnen und Wasserspiele spielen hier eine wichtige Rolle, sie sind oft die wichtigen und attraktiven Anziehungspunkte im Stadtraum. Ihre Nutzung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. Brunnen und Wasserspiele haben heute vielfach den Charakter von Kinderspielplätzen. Deshalb stellt sich in der Planung immer die Frage, ob die DIN 18034 -Anforderungen für Planung, Bau und Betrieb von Spielplätzen und Freiräumen zum Spielen - Anwendung finden muss und welche Vorgaben hinsichtlich der Themen Fallhöhen, Wassertiefen und Wasserqualität oder auch solchen Anforderungen wie Schutz vor Ausrutschen, Verletzungen und Stromschlägen berücksichtigt werden müssen. Dabei lässt sich die Vielzahl von Randbedingungen nicht pauschalieren, sondern muss für jeden Einzelfall bedacht werden. Die Auseinandersetzung mit den sicherheitstechnischen Anforderungen ist damit notwendiger Teil der Planung und des Betriebs, denn nachträgliche Änderungen und Anpassungen sind oft nur mit hohem Aufwand möglich.

Dieser Beitrag setzt sich mit den wichtigsten Randbedingungen und Normen für die Planung von Wasserspielen und Wasserspielplätzen auseinander, die anhand von Fallbeispielen diskutiert werden.

>>> Vita Dr. Katrin Korth

>>> Korth StadtRaumStrategien




Slacklinen im urbanen Raum – Entwicklungen und mögliche Maßnahmen (23.11. Falkensee + 29.11. Bonn)

Dr. Andreas Thomann, TU München/Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften, München

Slacklinen bezeichnet das Blancieren auf einem dünnen, gespannten Band zwischen zwei Anschlagpunkten, meist zwei Bäumen. Diese junge Sportart wurde von Kletterern in Amerika erfunden und verbreitete sich nach der Jahrtausendwende im deutschsprachigen Raum. Aufgrund des Slacklinebooms verursachte die Trendsportart in den städtischen Grünanlagen Bedenken seitens der Verantwortlichen, welche sich teils sogar in Slacklineverboten für Stadtgebiete äußerten.

Dieser Vortrag soll die Frage beantworten, wie im urbanen Raum attraktive Sportgelegenheiten für die Trendsportart Slacklinen geschaffen und Nutzungskonzepte entwickelt werden können, die die Ansprüche der Nutzer befriedigen und gleichzeitig ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien gerecht werden.
Zu Beginn wird der aktuelle Stand des Slacklinens nach den Entwicklungsphasen einer Trendsportart von Lamprecht et al. (2003) dargestellt und der weitere Bedarf zur Auseinandersetzung mit der Sportart von Seiten der Entscheidungsträger abgeleitet.

Hierauf folgt eine Analyse der Belastungen auf den Baum durch Anbringung von Slacklines mit den Ergebnissen von Druckmessung mit verschiedenen im Slacklinesport gebräuchlichen Anschlagmitteln. Aus diesen Erkenntnissen können Empfehlungen für baumschonendes Verhalten im Slacklinesport gewonnen bzw. sportpraktische Annahmen wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Da die ökologische Verträglichkeit der Sportart, insbesondere die Schädigung von Bäumen, zum aktuellen Stand nicht abschließend geklärt werden kann wird am Beispiel Köln ein mögliches Vorgehen von Seiten der Entscheidungsträger vorgestellt und mit denen anderer Städte verglichen.

Eine Analyse zum Bau von Slacklineanlagen unter Berücksichtigung der gültigen DIN-Normen und sportpraktischen und sicherheitsrelevanten Überlegungen gibt zum Abschluss praktische Hilfestellung zur Umsetzung solcher Vorhaben. Es wird zudem auf die spezifische Eigenheiten der Sportart eingegangen, insbesondere sind dies die Anforderungen an die Beschaffenheit und Dimensionierung des Fallraums sowie die Anzahl und Positionierung der Anschlagpunkte.

So können bestehende Konflikte bei entsprechenden Maßnahmen vermieden und attraktive Sportmöglichkeiten geschaffen werden, die einer modernen Stadt und Gesellschaft entsprechen.

>>> Vita Dr. Andreas Thomann

>>> TU München/Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften




Spielplätze sind zum Spielen da – oder?

Markus Brand, Ideenwerkstatt Lebens(t)raum e.V., Bad Salzuflen

Bei Kindern gibt es einen direkten Zusammenhang von Spielen, Bewegen und Lernen – das ist der Grund warum "Spielen" für Kinder so wichtig ist und Kinder möglichst viel draußen spielen sollten. Diesem Zusammenhang versucht die DIN 18034 gerecht zu werden, indem sie fordert, Spielplätze und Freiräume zum Spielen so zu gestalten, dass ein hoher Spielwert erreicht wird. Allgemeines Ziel ist die Förderung der körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in ganzheitlicher Hinsicht. Dazu sollten Spielflächen und Freiräume zum Spielen in vielfältiger Hinsicht gestaltet werden – Sinnes- und Bewegungsförderung, Gestaltbarkeit und Veränderbarkeit des Spielraumes, Geländemodellierung und Raumbildung, Nutzungsvielfalt - sind die dazugehörigen Schlagwörter aus der Norm.

In der Praxis finden sich jedoch sehr viele Spielplätze, die als glatte Rasenflächen mit Spielgeräten möbliert werden und so den Festlegungen der DIN 18034 zur Beurteilungen der Kinderfreundlichkeit eines Spielplatzes nicht entsprechen. Grundlegend dafür scheint die Tatsache zu sein, dass der Spielwert eines Spielplatzes dem Unterhaltungsaufwand für den Träger oft konträr gegenüber steht, was sich auf die (kindgerechte) Qualität des Spielplatzes häufig negativ auswirkt.

Ist hier ein Perspektivwechsel nötig? Was ist wichtiger die Pflegekosten zu senken oder den Spielwert zu erhöhen – oder geht beides gleichzeitig? Besonders in Kommunen ist diese Frage sehr aktuell; einerseits fordert die Politik Kosten zu sparen und gleichzeitig gibt es die Forderung die Kinder durch attraktive Spielplätze zum Spielen im Freien zu animieren. Wie lassen sich attraktive Spielräume im Spannungsfeld von hohen Unterhaltungskosten, gebotenem Sparzwang und dem Spielwert für Kinder erstellen?

>>> Vita Markus Brand

>>> Ideenwerkstatt Lebens(t)raum e.V.




Die Welt mit Kinderaugen sehen. Kinderunfälle in Heim- und Freizeit

Christian Seiwald, Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V., Bonn

Schätzungen zu Folge erleiden jedes Jahr 1.700.000 Kinder in Deutschland einen Unfall. Etwa 200.000 verletzen sich dabei so schwer, dass sie in einem Krankenhaus stationär behandelt werden müssen. Im Jahr 2015 kam für 182 Kinder jede Hilfe zu spät und sie verstarben nach einem Unfall.

Epidemiologische Studien in Deutschland zeigen, dass bei Verletzungen Säuglinge und kleine Kinder unter 5 Jahren am stärksten gefährdet sind. Der häusliche Bereich ist sowohl bei schweren als auch bei tödlichen Verletzungen Unfallschwerpunkt in dieser Altersgruppe. Kleine Kinder unter 5 Jahren bedürfen daher in Heim- und Freizeit besonderem Schutz.

Eine Ursache für Unfälle von Kindern liegt in ihrer kindlichen Natur. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Kinder sehen, hören und fühlen anders als Erwachsene und ihr Gefahrenbewusstsein entwickelt sich erst allmählich. Im Kleinkind- und Kindergartenalter sind noch nicht alle Sinne und Körperfunktionen vollständig ausgereift. Kindliche Entwicklung zu verstehen und selbst den Blickwinkel des Kindes einzunehmen hilft, Kinder vor Gefahren zu schützen.

Spielplätze sind ein wichtiger Ort für die kindliche Entwicklung. Auf Spielplätzen können Kinder ausgelassen spielen und ihre individuellen Fähigkeiten austesten. Spielgeräte sollten daher so angelegt sein, dass sie Kindern möglichst viele Anreize zum Spielen bieten, ohne ihre Sicherheit zu gefährden. Die Sicherheit hängt von der Sauberkeit des Platzes, der Wartung und Pflege von Böden, Bepflanzung und der Geräte ab. Aber auch von den Fähigkeiten und dem Verhalten des Kindes.

Der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder als nationales Fachnetzwerk zur Verhütung von Kinderunfällen ist es wichtig, auf die Unfallgefahren für Kinder hinzuweisen und diese ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Wohnung, den Garten und den Spielplatz mit Kinderaugen zu sehen, hilft uns Erwachsenen, Gefahren zu erkennen und eine sichere Lebenswelt für Kinder zu schaffen.

>>> Vita Christian Seiwald

>>> Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V.






Moderation der Veranstaltung


FLL-Präsident Dr. Karl-Heinz Kerstjens








FLL-Geschäftsführer Jürgen Rohrbach





 

Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.

Friedensplatz 4
53111 Bonn
  Tel:
Fax:
0228 / 965010-0
0228 / 965010-20
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Web:
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